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.: archiv der kategorie 'gizmos' :.


alles gute, feuerfux!
// Montag, 9. November 2009

heute vor genau fünf jahren erschien die erste 1.0er-version unseres liebsten blätterers firefox!

das aberwitzige: da ich medientechnisch schon ein sehr alter sack bin habe ich genau an dem tag auch darüber berichtet: http://cipha.net/2004/11/09/firefox-10/. funny, eh!?

alles gute natürlich von mir und auf die nächsten 500!

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google dashboard
// Freitag, 6. November 2009

google hat mit google dashboard einen web-service eingeführt, mit dem man die kontrolle über seine persönlichen daten bekommt, die google speichert, wenn man z.b. bei gmail oder youtube eingeloggt ist.

dieses zweiminütige video (youtube) erklärt, wie es funktioniert.

man kann sich die gespeicherten daten im detail ansehen oder gelangt mit einem link direkt zur einstellungs-seite, wo die handhabung mit privaten daten geregelt wird.

ein nettes meta-feature nicht nur für paranoiker.

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steampunk-zeugs
// Donnerstag, 5. November 2009

steampunk-zeugs

eigentlich ist steampunk eine literarische gattung mit ursprüngen bei h.g. wells und jules verne, doch die neuere zeit hat das thema immer mal wieder in den kontext von videogames oder science-fiction gebracht. das ist auch ganz gut so, denn steampunk sieht nicht nur ziemlich geil aus, wenn es gut gemacht wird, es fasziniert einfach.

dank des internets hat sich die modifizierung von alltäglichen gadgets wie computern oder handys rasant entwickelt, wie der folgende beitrag zeigt:

26 sexy steampunk-gadgets & hitech-hacks, via weburbanist.com.

auf lange sicht wird sich das wohl durchsetzen, momentan sind solche geräte noch sehr teuer und aufwendig in der herstellung. wenn es erstmal den 3d-drucker für jedermann gibt, kann man das auch alleine am rechner machen. bis dahin bleiben uns nur die visionen der modder und viele viele abgefahrene entwürfe & photos.

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40 jahre internet
// Freitag, 30. Oktober 2009

kaum zu fassen: die mutter aller netzwerke ist seit gestern 40. das wird gefeiert: “celebrate good times, come on, dub-dub-dubi-du”…

der britische guardian hat sich zu diesem anlass derbe ins zeug gelegt. die präsentieren eine slideshow, jahr für jahr:

“a people’s history of the internet: from arpanet in 1969 to today”. [via]

darin sind auch impressionen der leser eingeflossen, die der guardian um ihre meinung gebeten hat. ergänzt wurde das dann um schlüsselpersonen und jeder menge wissen.

das erste übertragene wort sollte login sein. das mit dem “l” und dem “o” hat noch funktioniert, aber beim “g” crashte der rechner in stanford. “lo” wie in “lol”; da hat gott noch laut gelacht.

[update I, 02.11.09]

weitere coole links:

hier findet man ein youtube-video, in welchem leonard kleinrock die geschichte des lo erzählt. dort seht ihr den ersten router. wer wissen will, was genau “packet switching” ist, auch dafür gibts ein video.

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lastfm-widget-probleme
// Mittwoch, 28. Oktober 2009

es stellt sich heraus, dass ich gar nichts dafür konnte, dass mein webradio nicht mehr funktioniert. die folgende information gebe ich daher gerne weiter, für alle gefrusteten lastfm-webradio-widget-benutzer.

lastfm hat momentan “lizenzprobleme” mit diversen labels und scheinbar auch in unterschiedlichen ländern. was mich jetzt nicht unbedingt wundert, denn der dienst selbst ist ja k-i-l-l-e-r, dass normalsterbliche 24 stunden am tag eigenes radio über ein einfaches widget anbieten können, das sich nach der musik richtet, die man selbst hört und das noch ohne werbung. lastfm nimmt dafür 2 euro im monat, was meiner meinung nach nicht die welt ist.

jedenfalls, bis dieses theater vorbei ist gibt es einen einfachen workaround: ihr loggt euch direkt bei lastfm ein und bleibt eingeloggt, dann läuft euer webradio wieder!

irgendwie ist es traurig, dass so kleinkriege mich im untergrund direkt affektieren. aber das ist erneut ein fragwürdiger trend heutzutage, dass man alle überall verklagt oder eben sowas in die richtung, wenn innovationen sich langsam durchsetzen und jemand um seinen alten status fürchtet. ich erinnere nur an meinen persönlichen youtube-viacom-beef letztes jahr, wegen einer handvoll musikvideos.

anyway, hört mehr gute musik! mein webradio ist ein sehr guter anfang dafür.

[update I, 28.10.09]

zu früh gefreut: das radio funktioniert nur für mich, andere hörer scheinen nicht akzeptiert zu werden. deshalb ging das gerade auf dem rechner, auf dem ich bei lastfm eingeloggt war, was auch diesen beitrag induziert hat. auf anderen pcs kommt immer noch die fehlermeldung:

“nicht genügend inhalte, um diese station zu spielen.”

da kann ich leider nichts machen und die webradio-fans müssen das wohl aussitzen. schöne scheisse.

[update II, 16.11.09]

lastfm hat seine widgets so mir nix dir nix gekillt:

“Retirement of widgets & Facebook apps. Widgets and the Facebook apps have been around for a while now, but haven’t been well-maintained recently as our focus shifted to building up the Last.fm API platform (and the 3rd party apps/widgets/tools it enables). As of today they won’t be available any more. But don’t despair! This lets us take care of our image charts, and there’s a lot of third-party apps built using our API that are way cooler than our widgets ever were. Check out Build for some examples, and Facebook’s application directory too.” [via]

das war es dann für mich als abonnent. zudem ist es mir ab jetzt nicht mehr möglich für euch webradio anzubieten. ich bin es nicht schuld. aber ich koche gerade.

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32 neue exoplaneten
// Donnerstag, 22. Oktober 2009

ein exoplanet ist ein planet ausserhalb unseres sonnensystems. zusätzlich umkreisen diese einen anderen stern, kommen also für weitere sonnensysteme in betracht, die unserem sehr ähnlich sein könnten.

insgesamt konnte man bis zum heutigen datum ungefähr 400 aufspüren und auf einer aktuellen pressekonferenz in portugal gab man die entdeckung der letzten 32 bekannt; planeten fünfmal schwerer als die erde (als minimum) bis achtmal jupiter (maximum).

die entdeckung möglich gemacht hat eine anlage namens HARPS, die in la silla (chile) als european southern observatory betrieben wird.

das ist insofern wichtig, als dass die genaue forschung in diesem bereich noch sehr jung ist und man sich durch die masse-leichteren (minimum) erhofft, dort vielleicht extraterrestrisches leben nachweisen zu können. allerdings müsste man die noch kleineren planeten dort untersuchen, wenn es denn welche gibt in diesen sternsystemen, da auf grossen gasriesen leben kaum anzutreffen sein wird.

[via]

für solche fälle gibt es dann kepler von der nasa zum beispiel, das im sternbild schwan nach eben solchen planeten suchen soll; und wahrscheinlich auch erfolgreicher und präziser sein wird, da sich das teleskop im all befindet und nicht auf der erde.

keine intergalaktische anthologie ohne spannende planeten-geschichten.

ein begehrtes objekt, dass sich seit geraumer zeit im fokus der wissenschaftler befindet, ist gliese 581 c, auf dem wasser in lebensgünstigen bedingungen vorhanden sein soll.

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kasperski-kontroll
// Mittwoch, 21. Oktober 2009

“anonymität nutzt nur cyberterroristen.” – zitat eugene kaspersky

[via]

aus diesem anlass fordert jewgeni walentinowitsch kasperski, ein “security-experte” aus “russland”, die einführung von “internetpässen”. fuck yeah!

das wäre ungefähr so, als fordere dmitri anatoljewitsch medwedew die einführung eines “weltpasses” für jeden der 6,8 milliarden menschen auf diesem planeten. ja, es wäre jetzt unnatürlich, wenn euch das nicht spanisch russisch vorkommen würde.

machen wir doch schnell ein paar spielereien mit dem titel dieses beitrags:

kas_per_ski – kasper/kasperle/hanswurst – kasper hauser war ein findelkind zurückgebliebener natur – “nicht ernstzunehmende person”

kon_troll – troll/trolle/zwerg/fabelwesen – “ziel eines trolls ist es, diskussionen auszulösen, nur um zu diskutieren, menschen mit anderer meinung zu diskreditieren oder eine diskussion zu sabotieren, indem er eine unangenehme atmosphäre schafft”

und jetzt geht raus und kauft die internet-security für nur 30 Euro! bitte auch alle linux- und mac-nutzer, sonst macht das ganze ja keinen sinn.

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visible
// Dienstag, 20. Oktober 2009

die aktion mit dem schüler-vz-crawler war schon cool. einfach mal schnell auf alles geschissen und eigene netzwerk-”vorstellungen” durchgedrückt; respekt, 3x1t! irgendwie war klar, dass mir das gefällt.

anyway, so abwegig sind die ideen des jungen programmierers gar nicht:

die cia plant fette investitionen durch seinen verlängerten finanzierungs-arm in-q-tel in eine software-firma namens visible technologies. damit will man dann zukünftig social networks ausspähen. mit allem, was dazugehört:

“Visible crawls over half a million web 2.0 sites a day, scraping more than a million posts and conversations taking place on blogs, online forums, Flickr, YouTube, Twitter and Amazon. (It doesn’t touch closed social networks, like Facebook, at the moment.) Customers get customized, real-time feeds of what’s being said on these sites, based on a series of keywords.

“That’s kind of the basic step “” get in and monitor,” says company senior vice president Blake Cahill.

Then Visible “scores” each post, labeling it as positive or negative, mixed or neutral. It examines how influential a conversation or an author is. (“Trying to determine who really matters,” as Cahill puts it.) Finally, Visible gives users a chance to tag posts, forward them to colleagues and allow them to response through a web interface.” [via]

bnw.

das problem ist, das ist keine neue firma, sondern die machen das bereits für weltbekannte riesen wie at&t, microsoft und dell. das ist grundsätzlich eigentlich “normal”, wenn man so will. neu ist nur die ausrichtung, die für “uns” gefährlich werden könnte, da nun das erste mal ein auslandsgeheimdienst seine millionen in visible reinpumpt. not funny, sir:

“…the In-Q-Tel cash will be used to boost Visible’s foreign languages capabilities, which already include Arabic, French, Spanish and nine other languages.”

aber, etwas witziges kann ich der aktion doch noch abgewinnen:

“…the CIA specifically needs the help of innovative tech firms to keep up with the pace of innovation in social media.”

die besten der besten der besten, sir!

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microsofts weltsicht
// Donnerstag, 6. August 2009

micro$oft erklärt die welt: “alle anderen sind böse böse, wir sind die guten!”

aktuelle bedrohungen hat man zu fürchten! die feinde: apple, canonical (ubuntu), red hat (u.a. fedora), google (u.a. android), mozilla, opera. [via]

ist doch alles ganz einfach: either you are with us or you’re with the terrorists.

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GEET
// Mittwoch, 5. August 2009

GEET steht für Global Environmental Energy Technology“”fuel processor. das ist ein verfahren, welches paul pantone entwickelt hat und kurz gesagt macht es folgendes: es bringt motoren dazu, nur ca. 20-25% der regulären benzinmenge zu verbrauchen, während der rest, jetzt kommts, aus limonade besteht.

nein, kein scheiss, das system funktioniert wirklich und ist schon 25 jahre alt. in aktion kann man das in folgendem kleinen film sehen, wo pantone es vorstellt: “Inventor’s engine is a soda hybrid”, via krqe.com/dpp/news/technology/.

den motor selbst hat er natürlich nicht erfunden, sondern nur das verfahren. prinzipiell lässt sich jeder motor so betreiben, egal ob moped-motor oder flugzeug-triebwerk. die offizielle seite liefert weitere informationen dazu:

http://www.geet.nl/info-de.htm.

paul pantone ist erst seit mai wieder “auf freiem fuss”. es gibt das gerücht, dass man ihn 2006 in eine psychiatrie gesperrt hat, nachdem er in utah nicht offenlegen wollte, wie sein system funktioniert. die offiziellen und geschäftsleute dort wollten ihm die rechte abkaufen, aber als er verweigerte und das auf eigene faust durchziehen wollte, wurde er verklagt [via] (was erwartet man auch anderes von einem gehirnbehinderten mormonenstaat wie utah!?). dazu fällt mir folgendes zitat aus “blade runner” ein:

“sie nannten es nicht exekution, sondern “aus dem verkehr ziehen”.

die gerüchte mal beiseite ist das ein sehr verlockendes konzept. für mich unverständlich, wieso das vor 25 jahren nicht gezogen hat. in der heutigen zeit sind gerade solche ideen gold wert. man darf gespannt sein, wie sich das mit geet weiterentwickelt.

[update I, 06.08.2009]

paul pantone und sein system werden in deutscher sprache wohl am besten dort erklärt: http://expliki.org/wiki/Paul_Pantone. es gibt auch einen absatz über genauere hintergründe zu dem weiter oben angesprochenen gerichtsverfahren. und viele nützliche links.

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roboterethik
// Dienstag, 28. Juli 2009

viele kennen die erste version einer roboterethik von isaac asimov, eventuell sogar aus dem film i, robot mit will smith in der hauptrolle:

# Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
# Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
# Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

dr. ronald arkin soll nun die us-army in diesem bereich fit machen und arbeitet mit seinem team an einer erweiterten version. das hplusmagazine hat ihn interviewt:

http://hplusmagazine.com/articles/robotics/teaching-robots-rules-war. [via]

arkin ist der meinung, dass maschinen in kriegsgebieten unabhängiger und ethisch korrekter agieren können als menschen. zu diesem zweck erstellt er eine software-architektur, die auch die genfer konvention, kriegsgesetze oder kriegseröffnungsregeln (sowas gibt es in den usa tatsächlich) abdecken soll.

die vorteile seiner zukünftigen “ethisch korrekten” killer-roboter sind die nachteile des menschen: keine furcht, kein psychologischer druck, keine müdigkeit, etc. auch arkin benutzt regeln für seine kriterien, die sehen dann so aus:

1. aufspüren und neutralisieren von zielen, die z.b. in verbindung mit den taliban gebracht werden
2. feuer mit feuer vergelten; aber bitte in einem angemessenen rahmen
3. kollateralschäden minimieren – zivile opfer vermeiden
4. im zweifelsfall taktische manöver initiieren, um gefechtsbereit zu bleiben
5. feinde stellen und zur aufgabe zwingen, bis menschliche verstärkung eintrifft

wie man sieht hat das alles wenig mit roboter-romantik zu tun, hier geht es eiskalt ums kriegsgeschäft. arkin selbst sagt zwar, dass ein ernstzunehmender funktionierender prototyp noch jahre entfernt ist. die software, die das ganze möglich machen soll, wird aber bereits programmiert. auf der seite mit dem interview findet sich auch ein video, wie das in zukunft aussehen könnte.

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kindlekram II
// Mittwoch, 22. Juli 2009

der kindle, das ebook-gadget von jeff bezo$, ist ja nun mittlerweile in einer zweiten version erhältlich. etwas kleiner, etwas handlicher, aber immer noch kein farbbildschirm, der speicherkarten-slot fehlt auch, kein richtiges wifi und noch ein paar andere krankheiten. ein wahres schnäppchen für 300$/190€, braucht man unbedingt.

jedenfalls, würden wir in einer zukunft leben, in der es keine bücher mehr, sondern nur noch elektronische kopien gibt und hätte amazon mit dem kindle den ebook-reader-krieg gewonnen (was wir jetzt mal nicht hoffen wollen) sähe die welt ziemlich traurig aus:

amazon konnte nämlich durch die selbe verbindung, mit der sich elektronische bücher via usb auf das gerät übertragen lassen, zwei ebooks komplett löschen. coole ironie am rande: das war animal farm und 1984 von keinem geringeren als george orwell. der geist in der maschine…

amazon behauptet zwar, es hätte ärger mit dem verleger der bücher gegeben, weil die sich von ebooks abgewendet hätten. aber die massnahme selbst wäre so, wie wenn ich bücher über amazon kaufe, die dann in meinen regalen stehen und schliesslich jeff bezos klingelt, sie wieder mitnimmt, sie verbrennt und mir dann eine gutschrift ausstellt. bücher sind wichtig, damn it.

[via]

ein schlagkräftigeres argument gegen den kindle gibt es wohl kaum. zwar war bekannt, dass die ebooks drm-gesichert sind und auch nicht weitergegeben werden dürfen. zudem gibt es das gerät und den service auch nur in den usa bislang. aber eigene käufe zu vernichten, ohne nachfrage oder sich gedanken zu machen um die konsequenzen, ist eigentlich ein big-brother-award wert.

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nmap 5
// Freitag, 17. Juli 2009

das auf c, c++- und python-basierende open-source netzwerk-security-werkzeug der deluxe-klasse (mit dem namen nmap) ist seit 22 stunden in der version 5 erhältlich:

http://nmap.org/. [via]

wer noch nie davon gehört hat, ist alles kein problem, ist ein wichtiger verbündeter in linux-systemen, hier findet sich ein deutschsprachiges tutorial, wie man den scanner richtig benutzt. das dokument ist jetzt vier jahre alt zwar, dürfte sich aber nichts grossartig geändert haben.

die neuerungen der 5er-ausführung sind:

- ncat soll das schweizer taschenmesser für transfer, redirection und debugging werden.
- ndiff wird euer werkzeug zum abarbeiten eurer täglichen tasks (automatisierung)
- nse (scripting-interface), zum schreiben und weitergeben der erstellten skripte
- die performance des programms nmap allgemein verbessert
- und sicher noch ein paar kleine versteckte goodies, die man erst finden muss

wem das alles zu blöd und zu technisch ist, man kann es auch nachlesen: in diesem kostenlosen online-buch, mit einer 42-seitigen referenz, für alle fälle. dann wisst ihr schon, was ihr im urlaub machen könnt.

normalerweise müsste mit diesem release auch jede bs-architektur abgedeckt sein. happy scanning!

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torrent-png-stealth
// Donnerstag, 16. Juli 2009

hid.im ist ein neuer web-dienst, der es möglich macht, torrent-seeds in png-grafiken umzuwandeln. so getarnt kann man dann torrent-links in foren oder blogs seiner wahl oder als avatar-bildchen anbieten. ziemlich ausgefuxt.

es gibt auch nur eine einzige einschränkung: die ausgangs-torrent-saatgut-datei darf 250kb nicht überschreiten. das sollte ohne probleme einzuhalten sein. die dekodierung muss der dienst allerdings auch übernehmen, klingt jedoch logisch. in der praxis macht das eine firefox-erweiterung.

[via]

das team setzt auf open-source und die hoffnungen ruhen auf interessierte, die das ganze auch für andere browser realisieren wollen. insgesamt möchte man auf lange sicht den seeds eine längere lebensdauer bescheren. das cyber-coole aussehen der erstellten png-grafiken gibt es umsonst als bonus. nice. klein und fein.

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gehirn-hacking II
// Dienstag, 14. Juli 2009

bereits heute existiert technologie, die alleine mit kraft der gedanken computer bedienen, rollstühle bewegen und micro-blogging-dienste nutzen kann. diese neural devices agieren zudem immer mehr drahtlos, was forscher aktuell sorgenfalten bzgl. der sicherheit dieser techniken beschert. sie fürchten, dass zukünftige hacker direkt das gehirn angreifen könnten und sprechen offen von den gefahren des gehirn-hacking.

dazu der computer-experte tadayoshi kohno von der universität washington:

“if we don’t start paying attention to security, we’re worried that we might find ourselves in five or 10 years saying we’ve made a big mistake.”

finde ich jetzt persönlich alles andere als witzig.

ein horror-szenario sieht so aus: in naher zukunft wird es möglich sein künstliche prothesen aus der ferne mit wlan zu administrieren. sollte die verbindung dabei nicht verschlüsselt sein und gibt es keine zugangs-kontrolle, könnten hacker die gliedmassen hijacken. was einst teil des eigenen körpers war gehört nun jemand unbekanntem. hartes brot.

[via]

bnw.

jetzt stellt sich natürlich die frage, wer könnte daran interesse haben, sich in andere gehirne zu hacken? nun, das militär ist wohl die erste adresse. aber bereits 2007 und 2008 gab es hacks diverser epilepsie-webseiten, die mit animationen verändert wurden, die dann bei patienten anfälle auslösen können. dadurch eröffnet sich eine völlig neue form des dezentralen psycho-terrorismus.

letztendlich gibt es aber noch ein problem, das in der natur des internets liegt:

“because the internet was not originally designed with security in mind, it is incredibly challenging “” if not impossible “” to retrofit the existing internet infrastructure to meet all of today’s security goals.”

ghost in the shell, here we come!

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sim-karten-hacking
// Freitag, 10. Juli 2009

phil torrone und limor freid sind beide bei der firma adafruit beschäftigt. zusammen haben sie das projekt “citizen engineer” ins leben gerufen, wo sie in der ersten ausgabe zeigen, wie man sim-karten hackt. sie wollen so dem interessierten die welt des open-source-hacking vermitteln.

mit innovativen aktionen: nicht nur, dass sie auf der website ein 30-minütiges video zeigen, wie das denn genau alles funktioniert. sie bringen auch einen comic(!) heraus, den man hier als pdf bekommt: http://citizenengineer.com/01/.

“Learn how a SIM card works (the small card inside GSM cell phones), make a SIM card reader, view deleted messages, phone book entries and clone/crack a SIM card.

Modify a retired payphone so it can be used as a home telephone and for VoIP (Skype). Then learn how to modify the hacked payphone so it accepts quarters – and lastly, use a Redbox to make “free” phone calls from the modified coin-accepting payphone.”

wer 35$/22€ übrig hat, der kann auch direkt ein set bestellen, bestehend aus dem comic und einem sim reader-kit für den eigenen rechner. willkommen im h4x0r-paradies!

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elektronische gesundheitskarte II
// Donnerstag, 2. Juli 2009

phew, schon fast drei lange jahre ist es her, dass ich meinen text zur elektronischen gesundheitskarte veröffentlicht habe. damals sah die welt noch sehr gut aus, wenn man betrachtet, was nun daraus geworden ist; eine lächerliche farce, wahlweise zum schiessen oder zum heulen.

wir erinnern uns: damals hat der chaos computer club vor einer kostenexplosion gewarnt. 1,4 milliarden euro sollten veranschlagt werden, damals gab es die vermutung, die tatsächlichen kosten lägen zwischen 4 bis 7 milliarden euro. und von seiten der ärzteschaft wurde ein regelrechter “daten-gau” befürchtet (siehe link oben).

spulen wir schnell vor, in die gegenwart: das schlimmste szenario einer beratungsfirma rechnet mit “der vollen funktionsfähigkeit in 8 bis 10 jahren”, kosten insgesamt dann: 14,1 milliarden euro. das ist ein glatte verdopplung seit drei jahren; wahn-sinn. auch der angepeilte zeitraum ist nicht mehr ganz normal: 2006 sollte sie kommen, die elektronische gesundheitskarte und die krankenversichertenkarte ersetzen. jetzt sagt man, es dauere bis 2019??? ftw.

schuld daran ist der grosse praxis-test: zwei jahre lang wurde die karte in bochum-essen ausprobiert. das ergebnis:

- elektronisches ausstellen eines rezepts dauert doppelt so lang wie nach der heutigen methodik
- digitale kommunikation der ärzte untereinander funktioniert nicht
- einpflegen von notfalldaten ist kompliziert und zeitaufwendig

wenigstens sind die politischen konsequenzen aus dieser odyssee zu gebrauchen: kein start, solange die karte nicht funktioniert (sagt die spd…).

[via]

also halten wir fest:

1) die vom ccc befürchtete kostenexplosion wurde sogar übertroffen
2) die technischen mängel sind immer noch nicht behoben
3) das projekt elektronische gesundheitskarte, egal wer mit der technischen umsetzung dahintersteckt, ist gescheitert

gut so! eigentlich hätten wir was zu feiern! aber weil es auch ein image-projekt der bundesregierung ist/war, ist alles nur traurig. und jetzt bitte den elektronischen personalausweis, das funktioniert bestimmt!! geh’ nach hause.

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quanten-computing II
// Dienstag, 30. Juni 2009

wir sind wieder einen entscheidenden schritt weiter in richtung des ersten quanten-computers gekommen: an der yale universität wurde nun der erste quanten-prozessor entwickelt; kein fake oder “falscher fuffziger”. was es mit quanten-computing und der genauen funktion aufsich hat erkläre ich hier nicht mehr, das habe ich schon an anderer stelle.

jedenfalls, für die funktionen eines prozessors sind algorithmen unerlässlich. und mit diesem quanten-prozessor ist das suchverfahren bereits kein problem mehr (hier wird nach mustern oder objekten mit bestimmten eigenschaften gesucht).

[via]

dank der quanten-mechanik ist die performance hier wesentlich höher, weil nicht nur “1″ und “0″, “an” oder “aus” als zustände verwaltet werden können, sondern auch die superposition beider, d.h. “an” oder “aus” zur selben zeit.

“Instead of having to place a phone call to one number, then another number, you use quantum mechanics to speed up the process,” Schoelkopf said. “It’s like being able to place one phone call that simultaneously tests all four numbers, but only goes through to the right one.”

richtig abgefahren und praktisch kaum vorstellbar.

das hauptproblem vorher bei den qubits war die begrenzte lebensdauer: die lag bei mickrigen nanosekunden. schoelkopf und sein team aber haben bereits die mikrosekunde erreicht; 1000 mal länger und somit auch fähig essentielle algorithmen zu betreiben.

die nächsten ziele sind daher offensichtlich: zum einen die lebensdauer weiter ausdehnen und immer mehr qubits auf kleinerem raum zum arbeiten zu bewegen. denn: jedes zusätzliche qubit steigert die rechenpower exponentiell(!).

jaaa, das heisst aber noch lange nicht, dass diese rechner dann intelligent sind. heutige rechner sind zurückgebliebene kakerlaken, diese geräte wären dann millionen kakerlaken auf methylphenethylamin; oder so ähnlich.

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VERSATILE
// Donnerstag, 25. Juni 2009

javier fernà¡ndez-han ist 15(!) und hat ein system namens VERSATILE entwickelt, mit welchem es möglich sein soll energie aus algen zu gewinnen.

er kombiniert darin rund ein dutzend neue und existierende technologien, um ziemlich gleichzeitig abfall zu beseitigen, methan und bio-diesel als treibstoff zu produzieren, nahrung für menschen und vieh bereitzustellen und treibhausgase in sauerstoff umzuwandeln. diese idee hat ihm jüngst ein 20.000$-stipendium im rahmen des “invent your world”-wettbewerbs beschert. eigentlich fast zu krass für einen 15-jährigen, hier gehts zu der erfindung:

via inhabitat.com, das “versatile”-system (inkl. grafiken).

der modulare aufbau seines systems soll vor allem in dritte-welt-ländern anwendung finden, die auf unabhängige quellen für energie und abfallverwertung angewiesen sind. eine kleine version von “versatile” für das eigene heim soll so um die 200$/130€ kosten. ein funktionierender prototyp existiert hingegen noch nicht, sollte sich mit dem gewonnenen geld allerdings irgendwie realisieren lassen.

es ist sinnvoll, sich der tragweite dieser idee einmal bewusst zu werden: javier gehört wie viele millionen zu einer generation, die massive schwierigkeiten haben wird, den dreck, den wir, unsere eltern und grosseltern auf dem planeten angerichtet haben, wieder wettzumachen. das “versatile”-system könnte ein richtiger “game-changer” werden und ehrlich gesagt ist es fast dazu verdammt; es braucht weitere einfälle dieser richtung, um nicht wie von stephen hawking postuliert zukünftig das leben komplett im weltall verbringen zu müssen, weil die erde unbewohnbar geworden ist.

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NANOMED
// Dienstag, 16. Juni 2009

ich habe da so ein system entwickelt, das auf nanomaschinen basiert und die überwachung des eigenen bio-computers ermöglichen soll. der name: “NANOMED”.

im prinzip ist es ganz einfach: dem körper werden eine begrenzte menge spezielle “friedliche” nanomaschinen zugeführt (injektion, schlucken, etc.), sogenannte NANOMED-Kapseln. hier ein erstes konzept:

Das Konzept der NANOMED-Kapseln

die verteilen sich über die blutbahn schön gleichmässig im ganzen körper und überprüfen die unterschiedlichsten dinge:

- immunsystem
- salz-, elektrolyt-, vitamin-gehalt, usw.
- wasser, blut, muskulatur, etc.
- wie sieht es mit der nahrungszufuhr aus? wieviele kilometer muss ich heute noch laufen? wann sollte ich meinem körper ruhe gönnen? etc, usw.

eigentlich ist der fantasie keine grenze gesetzt, was man noch mit den fühlern registrieren könnte. im allgemeinen soll das alles dem persönlichen wohlempfinden dienen, eine art statistik-fetisch für den eigenen körper.

dank dem wlan-modul (begrenzte reichweite, wpa2-verschlüsselung) lässt sich das bequem zuhause mit einem web-browser und der mitgelieferten software am bildschirm betrachten: dort ist dann zu sehen, wo sich die kapseln gerade befinden, was sie bereits registriert haben, usw.
ein ampel-system gibt auskunft über den status des eigenen körpers, z.b.: wieviele vitamine welcher art habe ich bereits aufgenommen und welche werden noch benötigt? sollte ich nicht doch noch einen liter trinken? wie sieht es mit dem hunger aus?

auch das deaktivieren der module ist über dieses web-interface möglich. diese werden dann beim nächsten besuch auf dem wc einfach ausgeschieden.

über grösse und laufzeit der module bin ich mir nicht sicher, denn zum einen existiert diese technologie ja noch nicht und zum anderen halten akkus auch nicht ewig. es wäre aber denkbar, dass die kapseln ihre energie über körperwärme bekommen und so durchaus eine weile laufen könnten, weil sie ja so winzig sind.

ich habe auch schon ein paar slogans kreiert:

“Mit NANOMED sind Sie der Chef über Ihren Körper! Überwachen Sie ihn bequem von Ihrem Computer aus und steuern Sie rechtzeitig gegen! Ordern Sie jetzt Ihr Starterkit, bestehend aus 25 Kapseln, Software und einer bebilderten Anleitung für nur 999€!”

oder:

“Es gibt 35 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Mit NANOMED finden Sie heraus, zu welcher Ihr Leiden gehört und können exakte Massnahmen ergreifen!”

oder:

“Nie mehr zu wenig trinken! Nie mehr zuviel essen! Mit NANOMED, dem ultimativen Tuner für Ihre Gesundheit! Bestellen Sie jetzt Ihr persönliches Starter-Kit zum Aktionspreis auf www.NANOMED.com!”

oder:

“NANOMED kann Ihr Leben verändern! Das behaupten viele Firmen, aber nur NANOMED tut das zu Ihrem Besten! NANOMED – because your body belongs to you!”

ideen habe ich genügend den lieben langen tag, jetzt brauche ich nur noch einen investor und jemanden, der was von nano-technologie versteht… in diesem sinne:

“NANOMED – because your body belongs to you!”

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