meredith dittmar kommt aus portland, oregon. ihre themen sind biologie, technologie und bewusstsein, die sie mit pflanzen und tieren anreichert, um daraus 3D-kunstwerke zu formen. alles sehr abgespactes zeugs:
in den räumen soll sich jeder selber finden, die verzweigten verbindungen von allem entdecken und so den akt der spontanen künstlerischen gestaltung nachvollziehen können. davon unabhängig arbeitet sie auch als charakter-designer für ihre eigene firma corportatepig und kreiert tausende einzigartige figuren, die sie “my guys” nennt.
ich weiss nicht, wer die qwertz-tastaturbelegung erfunden hat, doch wer auch immer das war ist daran schuld, dass ich nie ein scharfes s benutze.
das ß hätte mehr in reichweite der anderen buchstaben liegen müssen. so degradiert zu einem sonderzeichen hatte das für mich alles keinen wert, also habe ich mir es auch nicht angewöhnt. das ist irgendwie schade, weil das ß der einzige deutsche buchstabe ist, der an der aussenwand der bibliothek von alexandria klebt.
anyway, die schweizer benutzen es auch schon lange nicht mehr. die werden wohl ebenfalls ihre gründe dafür haben, vielleicht ist es einfach zu antiquiert. es passt als sonderzeichen nicht in dieses elektronische dingens. entweder “vollwertiger” buchstabe oder eben nicht. ich habe den scheiss ja nicht erfunden.
wer das ß benutzen möchte, es gibt nur zwei regeln: nach doppeltem vokal (diphtong) oder lang gesprochenem vokal. mehr regeln sind mir dazu nicht bekannt. regeln, whatever.
zum 100. geburtstag von jacques cousteau haben sich ein biologe, ein künstler und zwei futuristen zusammengeschlossen und plastic century ins leben gerufen, eine art-installation zum thema plastikmüll in den weltmeeren.
die besucher werden aufgefordert wasser aus präparierten spendern zu trinken, vier stück an der zahl, alle mit unterschiedlichen jahreszahlen von 1910 bis 2030. doch in diesen behältern steigt mit fortschreitender jahreszahl auch die menge an plastik. ab morgen gibt es das ganze an der california academy of sciences zu sehen:
der social media-aspekt ist hierbei ein wesentlicher faktor: besucher der website werden aufgefordert aktiv ihre reaktionen auf das projekt zu beschreiben.
2010 liegt die plastikproduktion bei sechs milliarden tonnen. 2030 werden es 17 milliarden tonnen sein.
“plastic never leaves. it accumulates in the environment, in our food chain, and in our bodies.”
aus der reihe, dinge, die wir bereits wussten, weil wir des lesens mächtig waren:
“The reports outlined the drumbeat of criticism that has arisen, primarily in Europe, of how the world’s leading health organization responded to the first influenza pandemic in more than four decades.
“For WHO, its credibility has been badly damaged,” wrote Fiona Godlee, the editor of the BMJ, a prominent British medical journal, that published one of the reports. “WHO must act now to restore its credibility.”
im kern geht es dabei um zwei berichte, die der “weltgesundheitsorganisation” übertreibung bei der lage zur h1n1-”pandemie” vorwerfen. es geht da gezielt um kalkulierte panikmache und falsche verbreitung von informationen, was zu unnötigen millionenausgaben geführt hat.
ein report stammt aus paris, wo festgestellt wurde, dass diese panikmache nur deshalb gemacht wurde, weil die pharmakonzerne geld verdienen wollten. nothing new here. der zweite stammt aus london und besagt, dass die drei befragten “experten” bezahlt wurden von glaxosmithkline und roche.
alles nur verschwörungstheorien, ich schwöre. reading makes a country great!
stefan raab ist mit 43 jahren auf dem höhepunkt seiner karriere angekommen. das, was er als mentor am wochenende mit seinem 19-jährigen gesangsternchen lena erreicht hat, wird ihm niemand mehr nachmachen können. er hat mit seinen ideen und entscheidungen, mal wieder, recht behalten. und nebenbei das konservative medienparadigma zerbombt. natürlich ist lena selbst mit ihrem charakter an letzterem massgeblich beteiligt, doch es war raab, der der ard gesagt hat, entweder es läuft nur mit ihm oder überhaupt nicht. das war verdammt richtig so. besser kann man es nicht machen. der erfolg gibt ihm recht. you can’t fuck with success.
so richtig kapieren, was da am wochenende passiert ist, kann ich es nicht. da fehlt mir einfach die “eurovision-erfahrung” und es interessiert mich auch nicht wirklich. mir war wichtiger zu sehen, ob dieser hype vor dem event berechtigt war. und es sieht ganz danach aus.
ausserdem hat mir eine art europäisches gefühl während dieses flashmobs gänsehaut beschert. die sendung scheint nicht ganz unwichtig für kinder und familien zu sein, also bitte. an musik ist rein gar nichts verkehrt, vielleicht sollten wir alle mal mehr tanzen, vielleicht haben die kiddies einfach recht. es fühlt sich gut an europäer zu sein! es wäre jedoch wünschenswert, wenn die nicht nur den selben tanz aufführen würden, sondern auch in anderen bereichen zusammenarbeiten würden. dann gäbe es so eine scheisse mit griechenland und dem euro nämlich nicht.
ich werde definitiv die nächsten wochen mehr tvtotal schauen. eigentlich hatte ich das format schon längst abgeschrieben, doch nach der aktion bleibt mir faktisch nichts anderes übrig. vielleicht ist das ja ganz gut so. willkommen zurück, stefan!