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nachrichten an e.t. このウェブサイトの日本語バージョン version française de ce site english version of this site

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bereits seit 50 jahren sucht der mensch nach extraterrestrischem leben. aber wir haben erst mitte der 70er-jahre damit angefangen gezielt informationen ins all zu senden. im newscientist erschien ein artikel mit informationen, was das überhaupt genau war. und ehrlich gesagt dürften die aliens ein ziemlich verschrobenes bild von uns haben, wenn sie davon etwas empfangen haben.

1974: die nachricht aus arecibo

der erste versuch mit einer ausserirdischen zivilsation in kontakt zu treten umfasste nur 1679 bits an information. es war das produkt der beiden primzahlen 23(!) und 73. ordnet man die daten in einem 23-auf-73-gitter an, dann kommen ziemlich merkwürdige pixel-bilder dabei raus. grandios…

1986: poetica vaginal

joe davis vom m.i.t. machte sich sorgen: in seinen augen brauchten die aliens unbedingt eine detailierte vorstellung der menschlichen vagina. also startete er ein projekt, das die geräusche von vaginal-kontraktionen diverser ballet-tänzerinnen ins all senden sollte. als empfänger-sterne wurden vier ausgewählt, zwei davon waren epsilon eridani und tau ceti. “leider” wurden nur wenige minuten dieser poetica vaginal gesendet, die us air force liess die übertragung stoppen. joe davis, der alte fuchs…

2001: die russischen teen-messages

eine gruppe jugendlicher von der russian academy of sciences in moskau starteten kurzerhand ihr eigenes projekt: es war das analoge verschicken eines elektronischen konzerts, das auf einem theremin gespielt wurde. man sendete das ganze an insgesamt sechs sterne, einer davon aus dem sternbild “grosser bär”. 2047 kann man dort das ganze dann anhören. vielleicht. oder so.

2003: cosmic call 2

der “interstellare rosetta stein” aus dem jahr 1999 sollte erneut an fünf sterne gesendet werden. hier findet man die hintergründe dieses kanadischen unterfangens. darin waren photos und auch multimedia-dateien, aber aufgrund finanzieller probleme wurde das projekt nie durchgeführt.

2005: craigslist

als marketing-gaga-aktion kann wohl das senden der website craigslist ins all gelten. man peilte dabei keine bestimmten sterne ein, sondern schoss einfach drauf los. die aufgabe wurde von deepspacecom durchgeführt, die für einen gewissen betrag alles ins all senden, was ihnen privatpersonen oder unternehmen zum senden überlassen.

2008: die beatles

die nasa sendet den beatles-song “across the universe” in den kosmos (siehe). das war teil ihrer 50-jährigen geburtstags-party. das ziel war der hellste stern am nachthimmel, der polarstern. frühestens 2439 wird man den song dort empfangen können. bei der übertragung soll es jedoch fehler gegeben haben und es wird auf diesem super-riesen-stern aufgrund der widrigen lebensbedingungen kein leben vermutet.

2008: tortilla chips

wieder eine marketing-aktion, diesmal eines grossen tortilla-chips-herstellers. die werbung wurde aus der arktis ganze sechs stunden zum selben stern gesendet, den auch die russischen teenies im grossen bären angepeilt hatten. damit die gleich wissen, dass theremins scheisse sind; esst lieber mehr chips!

2009: “hallo” von der erde

das magazin cosmos suchte nette nachrichten und fand sie durch die aktion hello from earth. das ziel war gliese 581d, der der erde sehr ähnlich sein soll. im jahr 2029 sollen die dort ankommen.

2009: rubisco

wieder joe davis, diesmal seriös: es ging um den genetischen code der pflanze, auch rubisco genannt. dieser ist essentiell, damit diese photosynthese betreiben kann. es ist das am reichlichsten vorhandene protein auf der erde und bekannt dafür langsam und ineffizient zu sein; der optimale repräsentant. davis soll das senden über sein eigenes iphone übernommen haben.

[via]

der seltsamste ausflug der woche endet hier.

selbstverständlich haben wir bereits mehr als reichlich ungewollt ins weltall gesendet und tun das immer noch: in 23 lichtjahren, wenn radio- und fernsehwellen noch unser einziges lebenszeichen im weltraum sind, kann man eine fernsehübertragung aus dem jahre 1973, in 73 lichtjahren gar eine der ersten radiosendungen überhaupt auf der welt empfangen. nicht zu vergessen die kryptischen nachrichten auf den goldenen platten der voyager-sonden, die jetzt am rande unserer galaxie angekommen sein dürften.

alles in allem keine intergalaktische flaschenpost, auf die man besonders stolz sein kann. doch die chancen, dass das überhaupt irgendwelche intelligenzen mitbekommen haben, sind so gering, dass man sich wohl keine grossen sorgen darüber machen muss. am ende kommt sowieso alles wie in independence day: wir schicken bill gates ins mutterschiff, der dort windows auf deren zentralrechner installiert – problem erledigt.



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