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der hiphop-präsident このウェブサイトの日本語バージョン version française de ce site english version of this site

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wow. kaum zu glauben, dass die amerikaner mal etwas richtig machen können. seit der machtergreifung der neo-konservativen halb-nazis vor acht jahren kamen aus den usa eigentlich nur noch hiobsbotschaften. dass sie nun einer schizophrenen sektenführerin aus alaska und einem populistischen veteranen-rentner aus arizona die kalte schulter gezeigt haben und einem intellektuellen jung-dynamischen schwarzen ins weisse haus verholfen haben, dem gebührt respekt. es ist nicht hochgesprochen, zu behaupten, dass in diesem mächtigen land der erde tatsächlich alles möglich scheint; positiv, wie auch leider allzu oft negativ. aber mal ehrlich: war es für einen farbigen us-präsidenten nicht schon lange überfällig? wer hat denn die usa in rekordzeit aufgebaut? wer rühmt sich denn immer, das multikulturellste riesenland der welt zu sein? und das mit der grössten freiheit? there you go.

von allen optionen, die die amerikaner in diesem zweijährigen wahlkampf hatten, ist barack obama die beste, modernste und intelligenteste. der typ ist hiphop und ich kann endlich wieder in meinen weiten klamotten durch die gegend laufen, ohne angewidert zu sein (gut, ich war hiphop schon vor bush, aber öfter kamen mal richtige zweifel, ob das mit dem style auch moralisch klar geht). oder cnn schauen, ohne mich ge-brainwash-t zu fühlen. oder mal wieder lust am basketball spielen zu haben, oder mal wieder englische texte ohne ungute ahnungen zu lesen, oder burger zu futtern, ohne anzunehmen, dass da gift der nwo drin ist. ich bin dieses gefühl der freiheit nach diesen acht terror-jahren nicht mehr gewohnt, wie man unschwer erkennen kann. mein mittelfinger, den ich “dubya” und seiner junta immer zugeworfen habe, wenn er über den äther flimmerte, ist einem daumen nach oben gewichen, wenn “mr. brothercool” mal auftaucht. ich verbinde grosse hoffnungen mit diesem mann. und da sein vorgänger bereits alles zerschnitzelt hat, was man zerlegen kann, kann da gar nicht viel schief gehen. wunder wird er nicht bewirken, aber es ist beruhigend, jemanden zu haben, der auf zehntausend atombomben sitzt und einen iq von geschätzten 130 hat. und einen abschluss von harvard mitbringt und in keiner geheimgesellschaft mitglied ist. dieser hintergrund alleine hievt ihn auf eine stufe mit dem guten abraham lincoln und das will schon was heissen. vielleicht ist obama wirklich einer der besten, die jemals am drücker in den staaten waren, seine reden jedenfalls gehen in diese richtung. ob er abseits der theorie wirklich punkten kann bleibt abzuwarten, zuzutrauen wäre es ihm. alles in allem: schlimmer kann es nicht mehr kommen und ich finde es ganz grosse klasse, eine schwarze familie für mindestens vier jahre dort drüben im weissen haus zu haben. viele träumen jetzt, nicht nur in den usa und vielleicht gehen manche träume ja sogar in erfüllung.

versöhnt mit den usa bin ich noch lange nicht. ich habe seitenweise diss-texte, am rande der legalität und nie veröffentlicht, weil aus einer gewissen zuneigung abgrundtiefer hass wurde. sowas ändert man nicht innerhalb von ein/zwei tagen. hinzu kommen noch hunderte zeilen diverser rap-künstler, wie z.b. den perceptionists oder dem rap-duo nms, die mir eindringlich vermittelt haben, was eigentlich in den usa zwischen 2000 und 2008 für eine grosse scheisse passiert ist. ich meine, eine erste grosse amtshandlung wäre doch dieses “shadow government”-system abzuschaffen oder zumindest guantanamo zu schliessen oder wäre das zuviel verlangt? das wären solche schritte, die mich umstimmen könnten. ich hoffe inständig, dass obama seinen worten auch taten folgen lässt, wenn er sagt, er will seine truppen bis anfang 2010 spätestens aus dem irak haben. oder auf mehr dialog setzen will, anstatt rhetorisch fressen zu polieren und in der gegend rumzurotzen (gell, dubya!?). nach acht langen jahren hat wenigstens ein us-präsident mal wieder den intellekt, den so ein amt braucht. insofern, wäre ich amerikaner, wäre das sicher mein präsident. word.

“and though it seems heaven sent, we ain’t ready to see a black president. and though it seems heaven sent, we ain’t ready to see a black president. yes we can … change the world.” nas feat. tupac – black president

[update I, 10.11.08]

hier noch zwei interessante links, lesestoff zum neuen us-präsidenten: 50 fakten, die man über barack obama wissen sollte und 50 fakten, die man noch nicht von barack obama kennt.



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