.: monatsarchiv für Juli 2008 :. der “street art locator” ist ein ziemlich cleveres werkzeug, das mit hilfe von google maps euch einen überblick zu street-art-werken gibt; und das weltweit. vom umfang her steckt es zwar noch in den kinderschuhen (angefangen hat wohl alles im april), jedoch lässt sich das ausmass erahnen, was hier zur nachverfolgung genutzt werden kann. oben eingefügt wurde das kleine gadget, die karte in voller grösse und ein blog dazu findet man bei http://streetartlocator.com/. die kategorien sind: graffiti, galerie, painting, stickers, stencil, sculpture und installation. happy entdecking! |

mike cash war mal bei der navy und verdient sich nun sein geld als lkw-fahrer in japan. er hat auch eine japanerin geheiratet und lebt jetzt dort. er ist der kopf hinter der photo-serie japan from the driver’s seat, die unter folgender adresse erreichbar ist: http://mikecash.aminus3.com/portfolio/. [via] wunderbar für mich als japan-fan. er aktualisiert das auch ständig über flickr, wie euch dieser photo-stream beweisen wird. zusätzlich findet man dort ein interview mit ihm, bei dem er ausführlichst sieben fragen beantwortet (auf englisch). |

was wäre wohl eine intergalaktische anthologie ohne bilder aus dem weltraum? alles, bloss nicht galaktisch. fnord. jedenfalls, die nordamerikanische weltraumbehörde hat sich mit dem internet archive zusammen getan, um die grösste bildersammlung zum thema kostenlos ins web stellen zu können. die adresse: http://nasaimages.org/. darin vereint sind 21 komplette sammlungen an photos, die man direkt durchsuchen kann. historisches filmmaterial findet man dort ebenso. das beste zum schluss: es gibt hier kein copyright. die bilder sind gemeingut für die gesamte menschheit. so, das ganze bitte nun auch von der esa und der jaxa! das wäre dann schnell das krasseste archiv. |
bei dem ganzen theater, das youtube durch die entscheidung eines 81-jährigen richters in den usa blüht, von wegen und so das aushändigen von 12 terabyte(!) daten, bzgl. wer, was, wie, wann und unter welcher ip-adresse gemacht hat, ist es an der zeit, selbst aktiv zu werden. die revolution ist jetzt und youtube hat in den kurzen drei jahren, seit es diese seite gibt, schon entscheidend dazu beigetragen, immer auf deren schwerpunkt-sektor: videos. viacom, denen in deutschland mtv und seit einigen monaten auch viva gehört, kann man allerdings ganz einfach mit ihren eigenen waffen schlagen. hier eine kurzanleitung, was ihr dafür tun müsst: 1) besorgt euch musikvideos! soviele wie irgend möglich und egal woher! 2) erstellt euch einen youtube-account. 3) ladet die musikvideos hoch! unter windows geht das besser mit dem internet explorer, weil es dafür ein werkzeug namens “multi-video upload PC client” gibt. der lässt euch 20 oder 30 videos sauber hintereinander hochladen. unter anderen betriebssystemen mit anderen browsern geht das leider noch nicht. 4) es gibt nun drei fälle, die eintreten können: a) erstens (schlechtestes szenario): euer video verletzt irgendwelche urheberrechte und wird nicht “live” und “online” gestellt (“rejected”). hier könnt ihr leider nix machen, aber ihr habt es wenigstens versucht. b) zweitens (bestes szenario): euer video geht “live”, ohne dass es irgendjemanden juckt. c) drittens (interessantester fall): euer video geht “live”, läuft aber unter “third party content”. das ist ziemlich lässig, weil youtube zusammen mit ein paar partnern verträge geschlossen hat, die euch explizit erlauben, das video online zu stellen! lediglich die “views”, also wieviel mal das video angeschaut wurde werden denen übermittelt und es gibt eine erlaubnis, vor euren videos werbung zu schalten. das gute hierbei: euer video bleibt IMMER online! das ist vorbildlich und schön wäre natürlich, wenn das alle firmen so sehen würden, denn schliesslich sind wir fans von den künstlern, deren video wir hochladen. in meinem fall darf ich euch nun eine handvoll musikvideos vorstellen, die unter “4c” verwendet werden dürfen: - linkin park – points of authority (reanimation remix) http://youtube.com/watch?v=PEmvCrLffEU - kanye west feat. mos def – two words http://youtube.com/watch?v=d5-_pvEtB6E - jurassic 5 – what’s golden http://youtube.com/watch?v=ZNvSWzs56LM - jurassic 5 – quality control http://youtube.com/watch?v=HpGRV4OYhAE - del the funky homosapien – mistadobalina http://youtube.com/watch?v=gtZBHUv5qPo ihr seht nun hoffentlich, worauf ich hinaus will: macht doch einfach einen eigenen musikvideo-sender! wer braucht eigentlich noch viacom, geschweige denn mtv oder viva!? es kommt doch so oder so nur müll auf diesen fernsehsendern. nehmt es einfach selber in die hand! |

das erste, was bei yuko shimizu auffällt, ist ihre wahnsinnige produktivität. sehr wahrscheinlich, dass ihre ersten ausflüge im zeichnen schon als kind dazu beigetragen haben. ihr illustrations-portfolio findet man bei: http://yukoart.com/news/index.html. ist man erstmal da, lässt sich das ganze nach folgenden kategorien durchsuchen: neueste (recently added), awards, musikcover, portraits, wirtschaft und politik, fashion und lifestyle, sex, sport, musik, asiatisch, kinderbücher, andere. burnerz. ernstere kunst findet man unter “fine art”; dabei sind ein buchprojekt, serien, sowie ein komplettes archiv. richtig geil und endlich mal wieder eine frau, die zeigt, wo es lang geht. ihre traditionelle japanische familie hat es ihr nicht leicht gemacht, aber dieser einfluss ist ihren arbeiten unübersehbar und hebt das auf ein anderes level. yuko findet man heute in new york als freie künstlerin und lehrerin an der school of arts. domo arigato! |
…was immerhin vorraussetzt, dass es tatsächlich welche gibt. vertraut man dr. edgar mitchell, 77, astronaut des apollo-14-programms und der sechste mensch auf dem mond, gibt es aliens und die hätten sogar schon kontakt mit menschen gehabt, was nur “seit nunmehr 60 jahren von den regierungen verschleiert wird”. während seiner zeit bei der nasa gab es wohl “ufo-besuche”, die allerdings geheimgehalten werden. diese aussagen machte er jüngst bei einem radio-interview. mitchell hat seinen bachelor in raumfahrttechnik und seinen doktor in aeronautics/astronautic gemacht. er weiss sogar wie sie aussehen: “kleine gestalten mit einem auf uns merkwürdig wirkenden äusseren”. also analog zu den entwürfen in der populär-kultur, mit “grossen augen, grossen köpfen und kleinem körperbau”. anscheinend sind sie auch nicht dem menschen feindlich gesinnt: da unsere technologie nicht ganz so “weitentwickelt” ist wie ihre, “gäbe es die menschen schon nicht mehr”, wenn dem so wäre. beruhigend. “I happen to have been privileged enough to be in on the fact that we’ve been visited on this planet and the UFO phenomena is real.” schon krass. innerhalb gewisser zirkel des militärs und der geheimdienste, denen er beiwohnen konnte, gäbe es dokumente darüber. auch, dass besuche schon oft vorgekommen sind. ferner, roswell soll es wirklich gegeben haben. yeeha! die derzeitige entwicklung sieht er positiv: “This is really starting to open up. I think we’re headed for real disclosure and some serious organisations are moving in that direction.” “disclosure”, eh!? da war doch mal was, der gute dr. steven greer ist wohl der eifrigste arbeiter in diesem bereich: das “disclosure project” geht genau in die gleiche richtung. würde mich nicht wundern, wenn mitchell da bald mitmischt. die nasa selbst distanziert sich von seinen aussagen: “nasa hat nichts mit ufos zu tun” und “nasa verschweigt nichts in bezug auf ausserirdisches leben”. mitchell sei zwar ein “grossartiger amerikaner”, aber “nasa teilt keine seiner ansichten in diesem bereich”. |
das ist mal ein schöner zufall: anfang juli durftet ihr bekanntschaft mit dem kanadier roadsworth machen, der ähnlich abgeht wie banksy, sein werk aber nicht auf wänden, sondern auf strassen installiert. heute bin ich bei drawn vorbeigekommen und die hatten ein sechsminütiges video dazu. es scheint, als gäbe es bald wohl eine doku über roadsworth, zu der der clip als hinführung gedacht ist. man beginnt zuerst mit seiner arbeitsweise, schablonen mit sprüdosen und so zeug. danach wird kurz sein konflikt mit dem gesetz beleuchtet, während diverse experten sich mit der zeit auf seine seite schlagen und ihn als künstler anerkennen; übrigens sogar teile der bevölkerung. sehenswert! |

es heisst ja immer, man soll sein wissen weitergeben. dann gehe ich mal mit gutem beispiel vorran. letztes jahr im oktober durfte ich an einem linux-seminar teilnehmen. das ging fünf tage und folgende themen sollten dort behandelt werden: * Unix-Stammbaum * Aufbau und Verwaltung * Befehle, Dienstprogramme, Hilfesystem * Netzwerkdienste: telnet, ssh, ftp * Benutzer- und Gruppenverwaltung * Editieren mit Vi * Einführung Shell-Programmierung
ich habe selbstverständlich artig protokoll geführt in der zeit. herausgekommen ist eine knapp fünf computerseiten lange zusammenfassung, die ihr euch gerne kostenlos herunterladen könnt: linux-seminar 2007 (odt) linux-seminar 2007 (pdf) wie ihr seht habt ihr die wahl zwischen einer offenen odt-version und einem entsprechenden pdf. der inhalt ist natürlich der gleiche. das alles richtet sich an linux-einsteiger. erfahrene werden kaum etwas neues entdecken können, jedoch haben wir fast ausschliesslich mit der konsole gearbeitet und es kann gut sein, dass selbst die etwas nützliches ins gedächtnis zurückrufen können. der einstieg in linux ist wirklich kein hexenwerk. viel spass! macht mit den dateien, was euch gefällt. hoffentlich sind sie nützlich; das ist, was wirklich zählt. p.s.: das im protokoll erwähnte buch heisst “linux kurz & gut”, kostet ca. 10€ und kann hier bestellt werden. |

spoof ads ist eine der ältesten serien auf diesem untergrund-medium. der erste eintrag geht zurück bis ins jahr 2003, damals sogar der erste beitrag überhaupt mit einer eingebundenen grafik. die thematik dreht sich hier um eine satirische betrachtungsweise diverser (elektronik-) produkte, wie z.b. spielekonsolen, mobiltelefone oder fastfood. auch wenn es sich um satire handelt, so liegt die übertriebene darstellung oft näher bei der wahrheit, als den herstellern lieb ist. so geschehen auch bei einem aktuellen wettbewerb, bei dem die leser dieses online-magazins aufgefordert wurden eigene spoof-ads einzuschicken: 40 anzeigen für elektronik-gadgets, die so niemand kaufen würde. kreative konsumkritik, von lesern und benutzern generiert, trifft oft ins schwarze und ist vollends nachahmungswert. |
unsere kollegen von gizmodo durften einen ihrer autoren nach dänemark in die lego-fabrik schicken. was er mitgebracht hat waren drei nette videos, die jeden der arbeitsschritte beschreiben, die so ein lego-stein durchmachen muss. er hatte dort wirklich freie hand, keine barrieren oder ähnliches. zu den filmen: 3 videos direkt aus der lego-fabrik. den anfang macht das lager, wo das ganze granulat aufbewahrt wird und das einen halben kilometer lang ist. in 24 stunden werden hier 60 tonnen material verarbeitet. danach kommt das ganze in die maschinen zum formen. werden teile ausgestanzt und es bleibt etwas übrig, wird selbiges aufgefangen und sofort recycelt. pro stunde gehen hier zwei millionen steinchen durch. es werden kaum menschen benötigt, nur welche zum check der qualität. der letzte schritt dreht sich um die aufbewahrung, dekoration und verpackung. auch hier arbeiten nur die roboter. der teuerste part ist die dekoration, da sie individuell und sehr präzise ablaufen muss. sind alle teile in der box, wird sie gewogen, ob auch alles drin ist. schon wenige mikrogramm unterschied führen zu einer warnmeldung, die die packung nochmal zur produktion zurückschickt. erst nach all dem wandern die teile in die charakteristische transparante tüte mit luftlöchern. die dann in die papphülle und fertig für die kaufhäuser. da kann man schon neidisch werden. ich spiele zwar kein lego mehr, aber dieses spielzeug ist eng an die freuden im kindesalter geknüpft. meiner meinung nach existiert kein besseres spielzeug und es fördert zudem kreativität und fantasie. ich wäre gerne dabei gewesen. da das aber nicht geht, bleiben uns immerhin die drei videos. |
interessierte sollten inzwischen wissen, was es mit dubstep auf sich hat, denn diese musikrichtung habe ich erst letztes jahr im september ausführlichst beleuchtet: dubstep-revolution. inzwischen ist fast ein weiteres jahr ins land gegangen und es wird erneut zeit, zu zeigen, was sich in diesem bereich getan hat. den anfang machte letztes jahr sogar noch der nordire boxcutter, der am 26. oktober seinen zweiten longplayer mit dem titel glyphic ablieferte: 
die elf tracks knüpfen nahtlos an das meisterwerk oneiric an und präsentieren fein abgestimmte tunes, die weniger düster daherkommen und sehr melodisch stimmig im gesamtkontext wirken. burial, der bisher seine identität nicht bekanntgegeben hat, folgte im november 2007 mit dem mega-burner im lp-format genannt untrue: 
ich bin ein wenig voreingenommen, weil mir das letzte mal seine musik mit am besten gefallen hat und ich kann sagen, das konnte der anonyme london-head noch toppen. dieses album, insgesamt 13 titel stark, lief bei mir bis einschliesslich januar auf dermassen heftiger rotation, dass es mich wundert, dass meine festplatte noch heile ist. burial ist der genre-primus nach diesen zwei alben. ich freue mich auf #3, weiss aber nicht so recht, was da noch kommen soll. skream zieht inzwischen sein ding vermehrt als dj durch, was er euch auf rinse 02 beweisen wird: 
auf diesem langspieler bekommt ihr 24 tracks, die dem einen oder anderen bekannt sein dürften. skream macht eines hier und zwar “ver-dubstep-t” er alles, was manchmal etwas hart für die ohren erscheint, öfter aber den scheiss aus euren boxen rocken wird. ein selten-intensives mixtape. benga kam inzwischen auch mit einem album raus: diary of an afro-warrior erschien ende märz. 
aus irgendeinem grund fiel es mir hier am schwersten den zugang zu finden. anfangs war ich wenig begeistert, keine ahnung wieso, mit der zeit hat sich das jedoch gelegt und ein paar perlen sind mir positiv im gedächtnis geblieben. das chaos entwirrt sich nach mehrmaligem hören selbstständig, ich persönlich jedoch fand seine vorangegangenen sachen fast einen tick besser. einen kaufbefehl gibt es deshalb, weil entschiedene entwicklung drin steckt, von einem der “väter” des genres. das war für benga sicher nicht einfach und das hört man auch. dann noch drei “neue” in der szene, die mir vor kurzem begegnet sind: 
distance erstlingswerk heisst my demons. es ist düster, stimmig, blieb aber bei mir weniger haften wie die sachen von skream oder burial. das album ist seit juni 2007 käuflich zu erwerben. vex’d ist der hardcore-fetischist. seine musik erinnert mich an the prodigy. es geht nonstop nach vorne, ist aggressiv, roh und weniger melodisch. das album heisst degenerate: 
das projekt scorn von mick harris macht seine runden seit mittlerweile 15 jahren. 
auf der platte, die sich stealth nennt, findet ihr urbane bass-über-sounds, ähnlich aggressiv wie vex’d, aber mit mehr melodie und folglich krasseren ohrwürmern. es wiegt tief und es wiegt schwer und genau so soll sich das ganze auf euch auswirken. zum schluss noch ein schmuckstück, das ihr euch unbedingt besorgen solltet: 
grime 2 erschien ende 2004, als dubstep als bezeichnung wohl noch fehlte. hinter den 10 titeln stehen jedoch keine geringeren als kode9, loefah und digital mystikz! die platte wird inzwischen vier jahre alt, sollte aber in keiner sammlung fehlen, denn 1) hat so mal alles angefangen 2) ist der sound zeitlos, selbst 2008 3) gibt es wohl noch kein album von digital mystikz (leider). so, damit endet meine aktuelle longplayer-bestandsaufnahme der dubstep-szene. haltet ihr euch an die beiden “dubstep-revolution”-texte, dürftet ihr so ziemlich über jeden künstler und jedes veröffentlichte album bescheid wissen. am besten kauft ihr euch alle, so wie ich das über die zeit gemacht habe. mehr bass, mehr dunkle sounds und mehr style findet ihr wohl nirgendwo. w0rd. p.s.: ihr findet immer mal wieder maxi-singles im vinyl-format bei sehr gut sortierten plattenhändlern. zu diesen habe ich leider keinen zugang, aber z.b. bei digital mystikz liegt der schwerpunkt immer noch darauf; coki und mala hatten bisher noch keinen lp-release. die aktualität ist in diesem bereich klar grösser, aber schwer auffindbar, es sei denn, ihr lebt in london oder in einer anderen grossen stadt in uk. albumtechnisch hoffe ich bisher alles abgedeckt zu haben, ihr könnt mich aber gerne aufklären, wenn ich etwas vergessen haben sollte. thx. |

bei vania zouravliov verschwimmt die grenze zwischen alten schwarzweiss-photos und artwork. seine einflüsse: die bibel, dante, disney-animationen, nordamerika-indianer. sein portfolio mit vielen krassen werken, die von schönheit und düsteren, jedoch gediegenen atmosphären geprägt sind: http://bigactive.com/illustration/vania-zouravliov. [via] er ist ein naturtalent, der schon mit 13 erste ausstellungen in berlin, london und paris geben konnte. sein studium machte er in grossbritannien, viele seiner produktionen wurden für comic-verlage wie dark horse verwendet. es gibt vier bereiche bei bigactive: generell, arbeiten zu comics (siehe oben: “satan’s stereo”), strichzeichnungen und tonal drawing. einer der besten, die es gibt. |
die letzten zwei wochen waren vielleicht nervig. die amerikanischen medien und auch diverse teile der bevölkerung haben so ziemlich bei jeder noch so trivialen meldung zum neuen “iphone 3g” kollektiv auf ihre tastaturen onaniert. das fing schon damit an, dass überall auf dem globus armselige würstchen vor den diversen edel-shops von apple schlange standen; bis zu zwei wochen vor dem release! dann war dieses blöde telefon endlich draussen und es liess sich noch nicht mal in betrieb nehmen. anschliessend wurde dann fast täglich von tollen neuen applikationen für dieses gerät berichtet, die allesamt nichts mit open-source zu tun hatten (und auch noch extra kosten, wenn ich mich nicht irre). wie krass das war kann sich wahrscheinlich niemand genau vorstellen, der nicht täglich sämtliche neuigkeiten in seinem feed-reader abklappert. mehrere beispiele gab es bei digg.com, oft zehn, zwölf nachrichten hintereinander, zu irgendetwas rund ums iphone 3g. echt übel. man konnte praktisch gar nicht drumherum kommen, es sei denn, man lässt das lesen gleich bleiben. die gute caroline kommt mir da gerade recht, sie erklärt euch jetzt schnell, wieso das iphone 3g fürn lokus ist: 1. der preis des iphone mag geringer geworden sein, die kopplung an einen mobilfunkvertrag jedoch nicht. in den usa (at&t) könnten so locker 1.000$ pro jahr zusammenkommen. (und ob t-mobile viel billiger sein wird darf wohl bezweifelt werden.) 2. verkrüppeltes gps: “Applications may not be designed or marketed for real time guidance.” 3. das neue iphone als highspeed-modem für den laptop zu benutzen geht auch nicht. 4. cut & paste, also ausschneiden & neu einfügen: nah, funktioniert nicht. jeder popplige pc kann das. auch eine korrekturfunktion für emails ist nicht dabei. 5. kamera mit lächerlichen 2megapixel. heutige geräte haben oft 5megapixel oder noch mehr. 6. kein stereo-bluetooth. für was auch immer man das braucht, hat wohl mit den audiofunktionen zu tun. 7. kein flash-player: folglich kein youtube, keine nervige werbung, etc. keine bilder in mms möglich, kein voice dailing, kein mobiles tv, kein austauschbarer akku, keine flash-mermory-card usw. [via]
das ist das schöne am netz: ein klick und man bekommt das volle kontrastprogramm. markus, der junge alte open-source-fux drüben beim netzpolitik-blog, hat noch weitere gründe, das iphone in die tonne zu treten: 1. Das iPhone blockiert komplett freie Software. Entwickler müssen an Apple eine Steuer zahlen, Apple herrscht dann darüber wer was mit seinem Gerät machen darf und was nicht. 2. Das iPhone befürwortet und unterstützt das so genannte Digital Restrictions Management (DRM) – also digitale Nutzungseinschränkungen (zugunsten der Inhaber der Monopolrechte, also Apple) 3. Das iPhone verrät wo Du bist und gibt Anderen ein Instrument in die Hand, Dir ohne Dein Wissen nachzuspüren. 4 Auf dem iPhone laufen keine patent- und DRM freien Formate wie Ogg Vorbis und Theora. 5 Das iPhone ist nicht die einzige Option. Es zeichnen sich bessere ab, die Deine Freiheit respektieren, Dich nicht ausspionieren, freie Medienformate abspielen und Dich freie Software nutzen lassen wie FreeRunner. [via]
nun, da wir dieses arme arme gerät gnadenlos durch den schredder gejagt haben, noch ein kleiner programmhinweis meinerseits, denn im iphone-bashing bin ich veteran, seit januar 2007, als es auf den markt kam: iphony I, iphony II, iphony III. ich kann vor meinem inneren auge sehen, wie es spätestens jetzt jedem apple-jünger das herz bricht… moment…gleich… genau JETZT! wieder so einer der gründe, wieso mir das einen heidenspass macht. es gibt tage, da wünsche ich mir, nichts anderes zu tun. |
an der universität oxford fand dieser tage die global catastrophic risk conference statt. am letzten tag wurde dort über die konsequenzen von superintelligenten maschinen diskutiert. “any entity which is radically smarter than human beings would also be very powerful.” ihr müsst jetzt schon ein wenig tapfer sein. im kern sah ein zukunftsszenario so aus, dass wir bald mit wissenschaft und technologie unsere menschliche biologie dementsprechend abändern können, was die natürliche evolution nur in zehntausenden von jahren schafft. diese revolution der metamorphose kann “zwischen acht und 200 jahren” dauern. dann aber gehts los: 2020 kommt die nanotechnologie-revolution. die kleinen roboter sollen krankheiten wie krebs heilen und tumore bekämpfen. nach und nach kann man die biologie durch künstliche austauschen. bis 2030 sollen die menschen grösstenteils aus nichtbiologie bestehen, sagt ray kurzweil. die möglichkeit seine gedanken ins internet hochzuladen soll es dann ebenfalls geben, genauso wie man gleichzeitig in mehreren virtuellen welten lebt, wodurch “das altern und der tod” ausgetrickst werden sollen. 2040, also lediglich zehn jahre später, wird “die nicht-biologische intelligenz milliarden mal der biologischen überlegen sein” und “unsere gehirne obsolet” machen. um hier schritt halten zu können werden die menschen zu “software-entitäten”. dazu gibt es die theorie zu den respirozyten. respirozyten sind künstliche rote blutzellen, die das “normale” blut ersetzen könnten. was das bringt? 15 minuten sprint ohne luft zu holen oder stundenlang auf dem boden eines swimming-pools sitzen zum beispiel. ihr wisst nun auf was ihr euch die nächsten jahrzehnte einstellen könnt. ich denke nicht, dass diese konferenz unseriös oder übertrieben daher kommt, denn schliesslich war es in oxford. wie auch immer, natürlich kann es nicht nur schlechtes geben. der zeitpunkt, an dem neue intelligenzen alte ersetzen werden wird aber kommen und die intelligenz ansich zur treibenden kraft im universum machen. vielleicht haben wir nicht mal selber in der hand, was aus uns wird. das sind nicht gerade die besten aussichten. “i think there are grave dangers. technology has always been a double-edged sword.” [via] |
throughout the ages my statistics say I have 19% visitors from the usa. how could that be? I mean, you don’t understand a fuckin’ word, right!? this text is for you. no matter where you from, cali or the bronx, i still give a fuck like there is no morn, even when i’m broke, i still be number one, compared with me you will surely stay a worm, as i unleash my words like a fuckin’ storm, i stay a killer like naturally born, everything you will see is your eyes full of thorns, as i spit in this text, yeah, fuck your song, see me in the real world, i’ll be disguised like spawn, and you will be the yellow gay sponge. i seen a lot of shit, maybe more than i can take, head left, head right, everything stays a fake, whilst you still sleep, i am long awake, you want beef with me, then go get my steak, i am fast and furious, always without a brake, who needs belts, check the stunts that i make, i am evil, not knievel, whole world’s a stage, since the day i was born, i am on the stake, burnin higher in the fire, my magic is strange, but no matter how far you go, i still got my range. sometimes i go crazy, what the fuck did you expect, when your prez is a madman and earth almost dead, you don’t have parties, instead it’s like a sect, or who has the same bloodline, man, that’s incest, don’t treat humans like fuckin’ lower insects, we the supreme beings, go and check that fact, if babylon would fall, it would be the best, but i know, if that happens, you nuke the rest, so, even when i’m dead, i still rock my net, stay high, nice, phat and fuckin’ funky-fresh. show your a-game, wussy. go eat my dick-cookie. yummy! |
 (oben: zwei aus dem portfolio von patrick rochon)
es war irgendwann im februar 2007, als das “graffiti research lab” diese für jedermann offene technik des laser-graffiti entwickelt hat. dadurch inspiriert folgten manche gerne nach und gaben ihre eigenen techniken und werke zum besten; wie vor einem jahr, als das superbe zeugs von “lichtfaktor” vorgestellt wurde. inzwischen ist über ein jahr vergangen seit diesen anfängen und mittlerweile gibt es dutzende licht-graffiti-künstler, oft mit eigener technik, eigenem stil und eigenem licht natürlich. zehn der interessantesten werden euch dort vorgestellt (darunter auch “lichtfaktor”): 10 licht- und laser-graffiti-künstler, via weburbanist.com. wie weit das manche getrieben haben ist echt der wahnsinn. mit am meisten imponiert haben mir die arbeiten von patrick rochon, der es schafft die grenze zwischen licht und feuer komplett aufzulösen. das deutsche duo cenci goepel and jens warnecke fand gefallen an romantischen motiven, in die sie ihre lichtobjekte reinprojeziert haben. eric staller ist schon länger dabei und hat in den späten 70ern sein “unwesen” in new york getrieben, was ihn zum verfechter der alten schule macht. ryan warnberg und michelle mcSwain kann man sogar mieten, wenn bedarf an coolen licht-graffiti-installationen besteht. einfach ausschau halten nach “mri”. sola aus grossbritannien experimentiert mit licht und photos; alan jaras auch, mit plastiktexturen; dean chamberlain ist experte für komplett psychedelische aufnahmen und toby keller schickt sein licht in landschaften; ähnlich wie michael bosanko. gefällt mir alles sehr gut. manches erinnert gar an blade runner oder lsd-kunst. ein sehr schöner atmosphärischer effekt. bitte mehr davon! |
kunst und poesie kurz nach der epoche der aufklärung und vor dem modernismo: http://artmagick.com/ [via] poesie kommt zwar nicht zu kurz, fällt aber eventuell den leuten schwer, die nur mit wenig englisch-kenntnissen dazustossen. die bilder-sammlung dagegen spricht eine sprache, die jeder versteht, die ansich besonders gross ist und sich zusätzlich nach künstler, bewegung, titel und thema durchsuchen lässt. sehr schön gemachte alte schule! vorbildlicher, alles andere als saftloser auftritt. |
 (lake carnegie, australien)
die erde ist bei weitem die grösste künstlerin unserer heimatgalaxie. was passiert, wenn sie den impressionisten rauslässt, darf man in dieser galerie bewundern, die 30 schnappschüsse aus ca. 643km höhe präsentiert: die erde abstrakt, via environmentalgraffiti.com. diese 30 sind sozusagen die crème de la crème, die man aus insgesamt 400.000(!) ausgewählt hat, die wiederum der landsat 7-satellit um die jahrtausendwende gemacht hat. zusätzlich zu jedem werk gibt es weiterführende informationen (auf englisch) und die möglichkeit jedes bild in einer extragrossen auflösung (1224px) für den desktop-hintergrund herunterzuladen. |

der brasilianer joao paulo alvares ruas ist das mastermind, das hinter der sketchbook-koryphäe http://souvlaki.jp-ar.org [via] steht. nicht viele seiner werke sind so detailliert auskoloriert wie der “worm hero” oben. souvlaki ist lediglich ein nebenprojekt für diesen bereich, ebenso findet man ihn bei vetorzero.com.br und lobo.cx. er mag brunettes, musik, filme und oliven und bis auf letzteres bin ich voll d’accord. schauts vorbei, es lohnt sich! |
“I oughta pierce this fuckin’ phallus through your rookie ass throat, yo duke, don’t step to me until you’re ripened fruit.” ich weiss doch genau, wie scharf ihr da draussen auf alles seid, was irgendwie kostenlos und umsonst ist. was wäre nun, wenn ich euch erzählen würde, dass einer der krassesten mcees dieses planeten, el-p, gleich ein komplettes album verschenkt? das macht er nämlich, er schenkt euch das mixtape “weareallgoingtoburninhellmegamixx2″. alles, was ihr machen müsst, ist die seite seines labels defjux zu besuchen, (hier klicken), fügt das album zu eurem einkaufswagen hinzu, gebt eure adressdaten ein, checkt aus, wie wenn ihr was kaufen würdet und ihr bekommt anschliessend direkt den download-link, wo ihr die platte runterladen könnt! okay. ein bisschen habe ich gelogen. dieses mixtape ist normalerweise zwei cds stark. und “nur” die erste ist umsonst und das ist auch die, die ihr mit dem beschriebenen prozedere bekommt. aber hey: das macht nix! denn diese zwei scheiben gab es nur ganz limitiert bei einem gig zu kaufen. somit dürfte das so oder so keiner haben, der nicht zufällig auf der “no chiefs allowed”-tour mit dizzee rascal dabei war. also holt euch die cd1, satte 89mb! thanx a lot, mr. producto! im mai 2007 habe ich eine review zu seinem letzten burner-album gemacht, in dem fünf jahre entwicklung stecken: el-p – I’ll sleep when you are dead. leider waren in seinem booklet keinerlei lyrics zu finden. scheinbar haben sich ein paar hörer darüber beschwert, denn inzwischen bekommt ihr, übrigens ebenso kostenlos, eine pdf-datei mit allen lyrics über defjux! einfach dort (pdf-lyrik-buch) vorbeisurfen; funktioniert genauso wie mit der cd des mixtape. vorbildlich! seit über einem jahr nix mehr von ihm gehört und nun spielt er weihnachtsmann. einfach so. die rap-headz wirds freuen. pace. 
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