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.: monatsarchiv für September 2007 :.

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mike orduà±a
// Freitag, 28. September 2007

neptune by fatoe

mike orduà±a ist freier künstler und designer aus der stadt der engel. seine technik beinhaltet eine über-stylische mixtur aus graffiti, illustration, photographie und digitale kunst. auch stencils benutzt er gerne und manche seiner arbeiten sehen wie collagen aus.

was seinen web-auftritt

fatoe.com

betrifft, ist er schon seit 1997 dabei und stellt seine arbeiten in einem virtuellen portfolio aus. wer will kann auch gleich einkaufen, hier die adresse.

besonders gut gefallen haben mir das oben gezeigte “neptune”, seine interpretation der n.w.o., diverse blackbook-seiten und dieser konstante massive einfluss aus der hiphop-kultur.

in zukunft werde ich ihn nicht mehr mike, sondern einfach nur noch skillz nennen. big ups!

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skandalöse musikvideos
// Freitag, 28. September 2007

naja, skandalöse geschichten liegen immer auch im auge des betrachters. so ist es ja z.b. in den staaten bereits skandalös, wenn man während eines football-spiels eine brustwarze verziert mit einer sonnenbrosche aus janet jacksons top rausblitzen sieht.

der rolling stone jedenfalls hat sich gedacht, eine kleine sammlung der 25 skandalösesten musikvideos zu machen. zuerst gibt es kurz die liste, als überblick:

- madonna, “like a prayer”
- nine inch nails, “happiness in slavery”
- michael jackson, “thriller”
- fatboy slim, “weapon of choice”
- prodigy, “smack my bitch up”
- aphex twin, “come to daddy”
- jay z, “99 problems”
- marilyn manson, “the beautiful people”
- björk, “pagan poetry”
- robbie williams, “rock dj”
- nine inch nails, “closer”
- michael jackson, “they don’t care about us”
- madonna, “justify my love”
- david hasselhoff, “hooked on a feeling”
- radiohead, “paranoid android”
- eminem, “the real slim shady”
- kanye west, “can’t tell me nothin”
- tool, “prison sex”
- george michael, “i want your sex”
- marylin manson, “heart-shaped glasses”
- michael jackson, “black or white”
- daft punk, “the funk”
- bloodhound gang, “bad touch”
- devo, “whip it”
- the replacements, “bastard of young”

die videos sind im youtube-format in dieser reihenfolge zum anschauen abrufbar:

dem rolling stone seine skandalösen musik-videos. [via]

gut: prodigy und aphex twin – ganz klar meine zwei favoriten. vielleicht noch jay z und marilyn manson dazu.
schlecht: zuviel michael jackson. ausserdem bin ich zwar kein fan von rammstein, aber die jungs haben soviele skandalösen videos gemacht, eines hätte wohl mindestens dabei sein sollen. und was zum henker hat bitte hasselhoff darin verloren?

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hasta la vista II
// Freitag, 28. September 2007

verdammt, die armen armen redmonder: fünf jahre entwicklungszeit, fast sechs milliarden kosten und wozu? nur, damit man vista wieder zu xp downgraden kann. das nenne ich mal fortschrittlich. ausserdem, so meint don reisinger von cnet, wäre es vielleicht besser, wenn m$ vista einfach wieder vom markt nehmen würde: noch niemals habe es so einen miserablen start eines betriebssystems gegeben. seit über einem jahr wundern sich die, die vista bereits nutzen, über dessen abgrundtief schlechte performance. zudem kostet es zuviel, frisst mehr ressourcen als xp und bietet immer noch erbärmliche treiber-unterstützung.

soll niemand heulen, es hätte euch niemand etwas gesagt.

und wer sich jetzt komplett unsicher ist und bereits schüttelfrost-zitternd vor dem bildschirm hockt: natürlich gibt es alternativen. es gibt sogar einen text, der erklärt, warum linux besser als vista ist. die fünf argumente in der kurzform: linux frisst exorbitant weniger ressourcen; ist sicher auch ohne anti-virus- und anti-spyware-programme; schränkt den nutzer nicht ein, wie und welche dateien bzw. formate er zu nutzen hat; es gibt keine echtheits-überprüfung, weil alles von haus aus “echt” ist; und: die vielfalt qualitativ hochwertiger programme, so dass niemand mehr abhängig von einem einzigen konzern aus brainwashington dc sein muss.

computer wurden nicht entwickelt, damit jeder hans nasen damit umgehen kann. man muss sich mit dieser maschine auseinandersetzen, wenn man ernsthaft etwas damit bewerkstelligen will. um ein auto fahren zu können, muss man einen führerschein machen. heute verfügt jeder idiot über einen computer und verlangt von ihm, dass er einen innerhalb von fünf tagen zum über-checker macht. schlagt euch das aus dem kopf. beschäftigt euch mit diesem werkzeug, habt geduld, investiert zeit und zeigt interesse an der intelligentesten nicht-intelligenten maschine des planeten. wenn ihr den letzten satz nicht verinnerlichen wollt, dann fickt euch und lasst die finger davon, geht wieder fernseh gucken oder kauft euch apple-rechner. man muss selber unabhängig sein, um unabhängiges schaffen zu können. das funktioniert mit windows nicht. und soo schwer ist linux auch wieder nicht zu lernen. euer verstand, euer gehirn und euere zukunft werden es euch danken.

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jesus suicide VI
// Donnerstag, 27. September 2007

person a: kennst du lolcats!?
person b: icanhascheezburger!
person a: typisch amerikanisches phänomen.
person b: wie die kreationisten?
person a: ich hasse katzen.
person b: langsam lutscht sich das lol-ding von selber aus.
person a: einer geht noch: loltheist.com. jesus sieht, wenn du masturbierst!
person b: blasphemie!
person a: na gott sei dank.

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überwachungskamerakunst II
// Donnerstag, 27. September 2007

da hatten sie wohl recht: wieso soll man tausende für ein aufwendiges video-equipment ausgeben, wenn man so oder so dauernd und fast überall überwacht wird? also machten sich eine handvoll jugendliche auf und erwarben einen video-empfänger, der die strassen nach überwachungskameras sniffen lassen konnte. das ergebnis waren 24 kameras oder hotspots in ihrer nähe; wobei sie noch die erlaubnis der ladenbetreiber brauchten, die aber einwilligten, damit sie ihren eigenen film drehen konnten. das endprodukt gibt es bei:

http://www.mediashed.org/?q=videosniffincom. [via]

die datei ist nur 7mb klein, dafür aber leider im wmv-format. hier noch weitere informationen, was videosniffing eigentlich genau ist.

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kussmaske
// Donnerstag, 27. September 2007

jill magid und chelynne tetrault haben eine kussmaske für frauen entwickelt:

jillmagid.net/Kissmask.php [via]

die nase und der mund der girls sind mit einer art schlauch verbunden, der auch ein mikro und aufnahmemöglichkeiten bietet. dadurch bildet sich ein heisser zwischenraum, im wahrsten sinne des wortes. die küsse, die gespräche und die atmung, die sich während dieses ereignisses abspielen, können schliesslich auf eine cd gebrannt und mitgenommen werden.

ihr solltet euch sowieso öfter und intensiver küssen, liebe mädels, denn ihr seid die schönsten geschöpfe im hiesigen sonnensystem. essentiell für meine existenz und die einzige versöhnung mit dieser kranken welt. zu jeder zeit. one love, wo auch immer ihr seid.

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piko-wissen
// Mittwoch, 26. September 2007

jeder kennt sie: diese kleinen nachrichten, die man an den wänden, tischen oder türen diverser clubs und bars finden kann. dort steht dann “friss meine shorts”, “ich habe hier gestern masturbiert” oder “man muss chaos in sich haben, um einen tanzenden stern zu gebären”. das meiste gehört in die tonne, manche weisheit aber hätte es verdient, aufgezeichnet und weitergereicht zu werden. darum kümmert sich jetzt:

barscribe.com. [via]

man macht also einfach ein photo des denkwürdigen oder cleveren spruchs und fügt ihn dann der galerie hinzu. jede handykamera könnte das z.b. machen, sei sie noch so von gestern. kommunales wissen heisst das am schluss. oder einfach: wissen, das die welt nicht braucht. oder eben: piko-wissen, wenn es gut gemacht ist.

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haiku
// Mittwoch, 26. September 2007

haiku sind kleine japanische nettigkeiten: mini-dichtungen, die meistens das silbenmuster 5-7-5 über drei zeilen tragen. entwickelt hat sich das ganze in der zeit, als sich japan vom rest der welt abschottete, also so um das 16. jahrhundert während der edo-periode. eines der bekanntesten geht so:

古池や | furu ike ya | Der alte Weiher:
蛙飛び込む | kawazu tobikomu | Ein Frosch springt hinein.
水の音 | mizu no oto | Oh! Das Geräusch des Wassers.

dank internet hat sich inzwischen eine eigene kleine subkultur im web entwickelt, die vorrangig im englischsprachigen raum aktiv ist.

das projekt “haiku for you” geht mit gutem beispiel voran und bietet nicht nur haikus, sondern auch kunstwerke, die als präsentation der kleinen dichtung dienen:

ourstereo.com/haikuforyou/. [via]

dort kann man auch mitmachen.

nun, prinzipiell das lustigste daran sind die freestyles: der vorgänger der haikus nennt sich tanka, bei welchem sich diverse dichter zu geselligen anlässen battles lieferten und improvisierten. später entstand daraus ein richtiges gesellschaftsspiel; heute verdient eine vornehmlich aus nordamerika kommende rap-szene genau mit dieser technik und etwas aggressiveren versen millionen; dafür reimt sich das auch, was bei haiku nicht unbedingt der fall sein muss.

mind your roots!

ein toast auf haiku, wegbereiter der fast-food-dichtung.

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20×200
// Dienstag, 25. September 2007

ich liebe kunst, artwork und stylisches zeugz, aber leider ist nicht alles, was style hat, auch zu einem für mich vertretbaren preis zu haben. jen bekman kennt dieses dilemma ebenso und hat kurzerhand eine site ins leben gerufen:

www.20×200.com/. [via]

20×200 bietet kunstdrucke prinzipiell in drei verschiedenen grössen an: die kleinste grösse in einer auflage von 200 für 20$, dann die mittlere grösse für 200$, von der es nur 20 drucke gibt und schliesslich 2 mal die maximale grösse, für 2000$. dadurch wird kunst für jedermann erschwinglich, zudem kommen laufend neue werke hinzu, weil durch dieses konzept jeder mitmachen kann.

die seite gibt es erst seit diesem september und das archiv ist dementsprechend klein. die idee gefällt aber gut, einen bekannten habe ich sogar schon gesichtet: mike monteiro.

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invasives marketing
// Dienstag, 25. September 2007

schöne neue konsumenten-welt: google hatte bereits letztes jahr pläne, pc-mikrofone dahingehend zu gebrauchen, um die bei der benutzung geführten konversationen auszuwerten, damit entsprechende werbung an den mann gebracht werden kann (siehe).

dieses konzept gibt es inzwischen in echt, wenn auch von einer anderen firma:

wie die new york times meldet, wird ein konzern namens pudding media, der übrigens von zwei israelischen ex-geheimdienstlern gegründet worden sein soll, seinen kunden kostenlose internet-telefonie ermöglichen, wenn diese sich nur beim sprechen belauschen lassen, damit passende schlüsselwörter rausgefiltert und entsprechende werbung geschaltet werden kann. redet man z.b. über filme, erscheinen aktuelle reviews oder kinostarts auf dem bildschirm und im email-briefkasten. [via]

sehr gefährlich: wer garantiert den nutzern, dass das gesagte nicht nach anderen sachen durchsucht wird? ist es wirklich nötig, immer und überall werbung um jeden preis anbieten zu können und die privatsphäre gänzlich mit füssen zu treten? ist den menschen heutzutage denn gar nichts persönliches mehr schützenswert? fakt ist: langsam aber sicher stirbt die privatsphäre aus. zweiter fakt: der begriff invasives marketing ist eine der zauberformeln für das marketing der gegenwart. in zukunft wird man auf einem externen monitor sehen können, was die person über eine marke, einen werbespot, einen jingle denkt und dann entsprechend meldungen und werbung einblenden. freut euch: ihr seid dann komplett geliefert.

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seeohren gegen crystal
// Dienstag, 25. September 2007

ich bin ein heimlicher fan von schwarzmärkten: geld spielt hier keine rolle, es wird getauscht, was das zeug hält und man kommt an ganz seltene sachen, die es auf den “anderen” märkten nicht gibt.

eine ähnliche sichtweise bestimmt zeitweilig auch mal das treiben der triaden, die extra nach südafrika kommen, um seeohren zu ergattern. das sind anscheinend “sehr leckere schnecken”. im gegenzug sind die chinesen so freundlich und bieten die zutaten zur zubereitung von metamphetaminen, kurz crystal. die seeohren werden dann über das kap nach hongkong geschmuggelt und kommen so auf den chinesischen tisch. ja, das sind noch deals, wie aus “guten alten zeiten”, da kann man richtig nostalgisch werden: die chinesen sind satt und die afrikaner high; und alles ohne geld. das nennt man dann wohl globalisierung. nett. [via]

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eu vs. microsoft
// Montag, 24. September 2007

die eu hat sich tatsächlich mal meinen respekt verdient: weil der monopolist aus redmond seine verquickungen zwischen seinem betriebssystem windows und dem hauseigenen media-player nicht offen legen wollte, um so anderen wettbewerbern auf dem feld ebenso zugang zu nutzern zu geben, wurde m$ zu einem strafgeld von 497,2 millionen euro verurteilt. auch, wenn m$ dies wohl aus diversen portokassen zahlen kann, ist es doch ein gutes zeichen für die fehlende korruption innerhalb der europäischen kommission, sowie das beharren auf eigenen entscheidungen, trotz der weltweiten allmacht dieses konzerns. das ist ein sehr gesundes, mutiges und hoffnungsvolles zeichen.

microsoft bremst nicht nur den fortschritt, wie die süddeutsche berichtet, die darin enthaltene stammtisch-metapher mit dem autohersteller bringt es auf den punkt für all jene, die behaupten, “jeder sei doch selbst schuld, wenn er keine anderen media-player benutzt”. so einfach ist es nämlich nicht und ich bin darüberhinaus der meinung, dass es an der zeit ist, hardware komplett “nackt” und OHNE betriebssystem zu verkaufen. jeder soll selber entscheiden, welches system er dann auf seiner hardware einsetzen möchte. die laptops und rechner dieser welt werden unweigerlich teurer werden, weil die geheimen verträge zwischen m$ und den hardware-herstellern, die subventionen auf die rechner beinhalten, nicht mehr existieren. wettbewerb gibt es aber in dieser sparte genügend, es würde mich also wundern, wenn diese subventionen wirklich dermassen viel bares in der realität ausmachen.

normalerweise bin ich kein freund von “think tanks” (die neo-con-agenda hat bleibende spuren hinterlassen), aber auf europäischer ebene diesen gedanken zu äussern, dass, wenn man pcs zusammen mit m$-betriebssystemen ausliefert, dies nicht im sinne des “öffentlichen interesses” sei und somit abgeschafft gehöre, deckt sich mit meiner einstellung. den report dazu gibt es seit heute als pdf.

mein gott, tretet diesen m$-geiern endlich in den arsch, damit es ein ende hat! sonst bewegt sich nämlich nie etwas und man muss die menschen ebenso respektieren, die sich mit computern nicht unbedingt auseinandersetzen wollen oder können: diese sind diesem überflüssigen konzern ausgeliefert. ebenso schulen, ämter, öffentliche einrichtungen, kinder, rentner, medien, radio, einfach alle, die für pcs keine zeit finden. microsoft hat mit fortschritt und zukunft nichts zu tun, es ist also besser, dass es jeder schnell und präzise in den schädel kriegt.

anmerkung:

die europäische kommission hat ihren sitz in brüssel und besteht aus 27 kommissaren, je einem aus einem eu-land. diese sind experten für ein bestimmtes ressort. die kommission macht gesetzesvorschläge zur weiterentwicklung der eu, kontrolliert die einhaltung der eu-verträge, verwaltet den haushalt und führt eu-vorschriften durch. sie ist neben dem eu-parlament in strassburg und dem ministerrat, ebenfalls in brüssel, eine der wichtigsten institutionen und stellt die exekutive (wie in der brd die bundesregierung) dar. ihre meinung hat also durchaus gewicht und dieser fall zeugt von gewisser kompetenz bzgl. des digitalen zeitalters. kommt leider nur zu selten vor.

[update, 26.09.07]

in einem ersten schritt der bewegung, dass man rechner ohne betriebssystem verkaufen sollte, hat nun acer in frankreich den kürzeren gezogen, mit einer recht abenteuerlichen geschichte:

ein notebook-käufer hatte geklagt, dass er bei seinem 600€ günstigen notebook software mit dabei habe, die er nicht benötige und forderte das geld dafür zurück. acer bot ihm daraufhin 30€ an, aber das war zu wenig: insgesamt 310€ musste der hardware-hersteller zurückzahlen (xp home, 135€; works, 60€ usw.). ausserdem muss acer die gerichtskosten, “schadenersatz für missbräuchlichen widerstand” und kostenersatz zahlen. unter dem strich hat der kläger also einen laptop für 290€(!) bekommen.

daraufhin wurde eine petition ins leben gerufen, a la “nieder mit der oem-steuer”. oems sind spezielle versionen z.b. eines betriebssystems, die nur in verbindung mit der gekauften hardware funktionieren und auch nur dort legal nutzbar sind. die seite ist auf französisch, hier die adresse:

racketiciel.info/.

deren credo:

“Die AFUL fordert, dass der Komplett-Rechnerkauf nicht zwangsweise mit Software verknüpft sein darf. Der Kunde müsse dadurch Software im Wert von 100,- bis 300,- Euro kaufen, die er unter Umständen gar nicht benötigt, argumentiert der Verband, dessen Aktion seit Mitte 2007 auch von Mandriva unterstützt wird” [via]

dieser vorfall rückt auch meine eigenen überlegungen in ein gänzlich anderes licht. zum einen hatte ich ja behauptet, dass hardware billiger werden würde, weil sie durch damit verknüpfte software, wie z.b. betriebssysteme, subventioniert sei. das kennt man ja von handys und deren verträge. so wie es sich jetzt allerdings durch diesen fall darstellt, wird hardware TEURER!, weil software mit verkauft wird, die ja auch noch was kostet. trotzdem halte ich das beispiel für sehr extrem: von 600€ 310€ für software zu bezahlen ist ja wohl mehr als unsinnig. heisst das im umkehrschluss, dass wir die ganze zeit hardware, auch von renommierten marken, eigentlich viel günstiger hätten bekommen müssen, als es in der realität der fall ist? kann man, dies mal als fakt betrachtet, überhaupt keinen hass auf m$ haben? irgendetwas stinkt hier und es wird allerhöchste zeit, dass sich das ändert.

[update II, 30.10.07]

hmmm… eigentlich hatte ich gedacht, es sei etwas gutes, den redmonder konzern ein wenig in die schranken zu weisen. aber der “Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII)” spricht von einem reinen papiersieg und auch der linux-verband kritisiert nun die entscheidung der kommission: es sei ein “aus wettbewerbsrechtlichen Aspekten unverständlichen Kniefall” und ein “Strafzoll auf Interoperabilität”. [via] das hauptproblem: “Der Softwarehersteller will seine Spezifikationen auch für Entwickler freier Software zugänglich machen. Dafür verlangt er einmalig 10.000 Euro – hierin ist aber noch keine Lizenz enthalten, eventuell verwendete Patente zu nutzen”. wie man es macht ist es nicht recht…

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cyberwar 2007 III
// Montag, 24. September 2007

uninteressant ist die zeit sicher nicht, in der wir heute leben. nun trifft ein aktueller, heimlich im stillen geführter cyber-krieg seit vorletzter woche vorwiegend tauschbörsennutzer.

den anfang macht emule/edonkey, als um den 14. september herum plötzlich kein einziger donkeyserver mehr erreichbar war. diese server waren zeitweilig mit verbindungen zu über 110 millionen dateien die anlaufstellen schlechthin für alle, die sich beim start ihres esels mit diesen rechnern verbinden wollten. es dauerte mindestens fünf tage, bis schliesslich golem.de das erste mal darüber berichtete und feststellte, dass in hamburg, köln, düsseldorf, leipzig und frankfurt dank einer einstweiligen verfügung diese donkeyserver vom netz genommen wurden; durch die musikindustrie. somit ist die esel-community momentan auf zwielichtige server angewiesen, die bisher noch nicht an die high-times alter razorback- oder donkey-server herankommen konnte.

aber es gibt ja noch torrent…

keine zwei wochen später, am 20.09., machten sich 200 polizeibeamte auf, um in der brd, holland, belgien und frankreich die warez-szene auseinanderzunehmen. diese bestimmte szene ist einer der hauptzubringer an software, spielen, videos und musik, auch für z.b. emule. ohne sie gäbe es keine kinofilme in den börsen, bevor sie überhaupt ins kino kommen etc. anscheinend wurden mitglieder von 14 clans mitgenommen, alles aufgeflogen durch einen singvogel.

diese “konflikte” tangieren jeden tauschbörsianer, egal ob es sich nun um direkte “lieferanten” wie die der warez-szene, oder um einfache nutzer und downloader handelt. derzeit ist also das filesharing nicht ganz ungefährlich, wenngleich es nur wenige wochen dauern wird, bis der esel sich wieder erholt hat.

sichert euch ab! nutzt momentan den esel nicht, wenn ihr keine download-flatrate habt, misstraut servern mit unseriösen namen wie z.b. xxxfreexxx-server oder dergleichen, wartet am besten ein oder zwei wochen, bis sich alles gelegt hat.

ach so, bevor ich es vergesse: es gibt ja noch torrent…

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gullideckelkunst
// Mittwoch, 19. September 2007

das kollektiv 6meia rockt gullideckel

seit über einem jahr schon verschönert das brasilianische kollektiv “6meia” die gullideckel der millionenmetropole sà£o paolo:

hier das flickr-album. [via]

die einwohner schreien bestimmt obrigado. nice done, folks.

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himmelszorn
// Mittwoch, 19. September 2007

in peru fliegt ein stein vom himmel. anschliessend verschwindet er in einem schlammkrater und “dünstet aus”. jetzt fressen die tiere nichts mehr, die menschen berichten über übelkeit, keiner weiss, was geht, strahlung existiert nicht. [siehe] [lese]

fuck, das ist ein fall für spooky mulder, nur leider ist sein x-aktenschrank ende der fünften staffel abgebrannt.

in peru fliegen übrigens des öfteren steine vom himmel: 2002 und 2004 gab es das auch schon. ich bin der landläufigen meinung, wir sollten sowieso des öfteren prüfen, was vom himmel runter kommt. wer die erste satellitenkamera findet, darf sie dann behalten, denn in den usa ist sechs vor zwölf, was die überwachungsstaat-epoche einläuten wird. und jesus verkackts.

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visuelle dns
// Mittwoch, 19. September 2007

ist zwar auch in flash gemacht, aber die präsentation gefällt:

deine visuelle dns bestimmen. [via]

man wählt einige male aus, was bildtechnisch zu einem passt und bekommt angezeigt, wer ähnliche entscheidungen getroffen hat. wer will, kann auch den code für ein kleines widget anfordern und es sonstwo einbinden.

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de.cipha.www
// Dienstag, 18. September 2007

what the heck are you doing here!?

den ganzen tag sitz ich vor dem schirm, entschlüssel das web,
und frage mich jedesmal beim lesen, wieso seid ihr so schlecht,
wenn ich will, dann kick ich meine styles direkt aus dem bett,
schmiede pläne, bedien die szene, wie einst berthold brecht,
warum die dinge nicht so laufen, wie ich es gerne hätt,
liegt im grunde nur daran, dass in einer meiner zeilen mehr inhalt steckt,
als ihr in eurem sinnlosen leben jemals entdeckt,
bedenke bitte, von zuviel süssem, wirst du nur fett,
es bringt auch nichts, wenn du dir nen finger in hals steckst,
ich mach es niemandem recht, nur damit es schmeckt,
gnade hilft keinem weiter, zeit, dass dus checkst,
denn bevor ich verreck, fick ich den dreck,
nehm die shotgun, wenn ich die zombies frag,
roll nen spliff, kratz mich am säck,
hol mir den scheck und bin wieder weg.

cipha . net | de.cipha.ing the web since 2001, bitchezzz

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wydwcbty II
// Dienstag, 18. September 2007

dass die bayern ein ganz eigenes volk im volk sind, durfte man schon öfters mal feststellen. ich persönlich hätte auch nichts dagegen, wenn sie sich komplett abkapseln und ihren depperten inselstaat endlich mal realisieren würden. dann wäre ruhe und man könnte kurz mal krieg führen, sie schlagen und gutwillig wieder annektieren, damit es ein ende hat. hehe.

man kennt auch die tollen gute-nacht-geschichten von stoiber, beckstein und co. ehrlich: dass das auch irgendwie auf die dortige polizei abfärben muss, war doch absehbar, oder etwa nicht!? eine kleine episode:

seit april hat der 22jährige informatikstudent thomas jetzt seine “schäublone” im auto, aus “stillem protest”, wie er sagt. ansich ja nix verkehrtes, diese schablone wird oft benutzt, zwecks “stasi 2.0″ und so weiter. ich glaube mich auch zu erinnern, dass die meinungsfreiheit im grundgesetz verankert ist, aber ich kann mich auch irren. jedenfalls, er wurde mit seinem fahrzeug gestoppt, von der bayerischen polizei, vier beamte insgesamt. die meinten sofort: verdacht auf beleidigung, verständigten einen staatsanwalt und bekamen die erlaubnis der genaueren überprüfung des “vorfalls”. thomas wird mit auf die wache genommen, durfte drei stunden dort rumsitzen und bekam eine anzeige(!), die derzeit in der warteschleife der münchner staatsanwaltschaft hängt. [via]

bayern im jahr 2007. ganz toll. uiuiuiuiui… ich muss mal den test machen und ein paar meiner drastischeren texte ins auto hängen, dann geht das ein halbes jahr gut, bis sich jemand von der polizei das zeug mal genauer durchliest und ich werde wahrscheinlich des landes verwiesen. nicht, dass das jetzt heisst, dass ich in bayern wohne; ich bin mal ganz ganz froh, dass dem nicht so ist.

nique la police!

remember: what you do will come back to you!

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postmoderne zeiten
// Montag, 17. September 2007

[via]

eine website, die man sich merken sollte:

www.postmoderntimes.com/.

gezeigt werden animierte kurzfilme zu themen wie “globales bewusstsein” und “techniken für die soziale/ökologische transformation”. in der ersten folge, die man oben anschauen kann, bekommt man einen abriss, wohin die reise führen soll. darin zu sehen sind konzepte aus “2012: die rückkehr von quetzalcoatl”: autor daniel pinchbeck referiert über zeit, schamanismus, alternative energiequellen, den maya-kalender, quantenphysik, synchronizität und noch anderes zeugz.

anschauen!

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alte schachteln
// Montag, 17. September 2007

streichholzschachteln aus den 50ern und 60ern

455 streichholzschachteln aus den 50ern und 60ern des vorigen jahrhunderts:

flickr-album. [via]

die meisten wohl aus dem osteuropäischen raum, prinzipiell aber von überall her. dort findet man den passenden blog-eintrag des album-besitzers.

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